Firma RocVin: Bundestags-Fahrbereitschaft droht offenbar die Pleite

Firma RocVin: Bundestags-Fahrbereitschaft droht offenbar die Pleite

, aktualisiert 04. Dezember 2013, 07:42 Uhr
Bild vergrößern

Limousinen des Fahrdienstes warten vor dem Bundestag.

Laut einem Zeitungsbericht steht RocVin vor der Insolvenz. Das Unternehmen ist mit dem Fahrdienst für die Bundestagsabgeordneten beauftragt, der ihnen rund um die Uhr zur Verfügung steht. Nun müssen die Abgeordneten möglicherweise auf Taxis umsteigen.

Der Fahrbereitschaft des Bundestages droht die Pleite. Das habe die Bundestagesverwaltung den Fraktionen in einem Brief mitgeteilt, berichtet die "Saarbrücker Zeitung" am Mittwoch. Die mit den Fahrten beauftragte Firma RocVin habe ein Insolvenzverfahren beantragt, heißt es in dem Schreiben. Man werde zwar weiter auf die "vertragsmäßige Durchführung der Leistung" dringen. Aber möglicherweise müssten die Abgeordneten auf Taxis ausweichen. Die Kosten dafür könnten sie sich erstatten lassen.

Die 631 Abgeordneten können die Fahrbereitschaft innerhalb Berlins rund um die Uhr kostenlos benutzen. Die Linkspartei bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters das Schreiben. "Wir werden uns nun selbst in einem Schreiben an den Bundestagspräsidenten wenden und darauf dringen, dass die Belange der Beschäftigten im Mittelpunkt stehen", sagte ein Sprecher der Fraktion der Linkspartei.

Anzeige

Finanzierungsprobleme bei RocVin

Wahljahre sind für den Fahrdienst immer eine schwierige Zeit. Viele Abgeordnete halten sich während der Wahlkampfperiode nicht in Berlin auf, sondern sind in ihren jeweiligen Wahlkreisen auf Tour. Für den Fahrdienst also Saure-Gurke-Zeit. Zudem wird die Leistung nicht pauschal, sondern nach gefahrenen Kilometern abgerechnet. Durch den Wahlkampf und die längere Phase der Regierungsbildung hat diese Regelung für RocVin zu großen Schwierigkeiten geführt. "Hier hätte die Verwaltung des Bundestages - oder die Fraktionen - gegensteuern müssen", erklärte ein mit der Thematik Vertrauter gegenüber WirtschaftsWoche Online.

RocVin soll schon im Mai an Finanzproblemen gelitten haben. Die Bankverbindlichkeiten sollen etwa rund 18 Millionen Euro betragen haben. Im August dieses Jahres wurde der Vertrag über die Fahrdienstbereitschaft erneut an RocVin vergeben. Bei dem europaweit ausgeschriebenen Vertrag war RocVin der einzige Bieter.

Die Bundestagsabgeordneten waren grundsätzlich zufrieden mit der Dienstleistung, allerdings herrschte bei ihnen auch die Einsicht, dass den Fahrern für jede Fahrt noch mindestens ein Euro Trinkgeld zu geben ist. Grund hierfür sei die offenbar bekannt schlechte Bezahlung der Fahrer.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%