Flüchtlinge in Deutschland: BND-Chef sieht Seerettung als „Pull-Faktor“

Flüchtlinge in Deutschland: BND-Chef sieht Seerettung als „Pull-Faktor“

, aktualisiert 05. Januar 2017, 17:36 Uhr
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Laut BND-Chef wirke die Flüchtlingsrettung und die Aufnahme in die EU-Staaten wie Italien attraktiv, um die Überfahrt aus Flüchtlingsländern nach Europa zu wagen.

Quelle:Handelsblatt Online

Der BND-Chef Bruno Kahl sieht die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer als Anreiz für die gefährliche Überfahrt nach Europa. Im Kampf gegen Schleuserbanden fehle es zudem an wirtschaftlicher Motivation.

SeeonBND-Chef Bruno Kahl hat vor CSU-Politikern nach Angaben von Teilnehmern davor gewarnt, dass die alleinige Rettung von Flüchtlingen aus dem Mittelmeer ein Anreiz für die gefährliche Überfahrt nach Europa wirkt. Die Aufnahme der Menschen durch staatliche oder nichtstaatliche Schiffe und die Aufnahme in EU-Staaten wie Italien wirke als „Pull-Faktor“ und habe die Attraktivität der Überfahrt deutlich gesteigert, sagte der Präsident des Bundesnachrichtendienstes am Donnerstag in der internen Sitzung der CSU-Landesgruppe im Bundestag im oberbayerischen Seeon.

Die Zahl der aus Afrika kommenden Migranten werde weiter zunehmen. Denn es fehle auch der wirtschaftliche Anreiz für Länder wie das Bürgerkriegsland Libyen, die Schleuserbanden zu zerschlagen.

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Die CSU hat vorgeschlagen, gerettete Flüchtlinge und Migranten nicht mehr automatisch in die EU zu bringen, sondern verstärkt wieder nach Nordafrika zurückzuschicken. 2016 kamen nach italienischen Angaben so viele Migranten wie nie zuvor über das Mittelmeer. Zugleich kamen nach Erkenntnissen der Internationalen Organisation für Migration fast 5000 Menschen dabei ums Leben. Auch das war ein Rekordwert.

Quelle:  Handelsblatt Online
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