Flüchtlingskrise: De Maizière droht EU-Staaten

Flüchtlingskrise: De Maizière droht EU-Staaten

, aktualisiert 19. Februar 2016, 12:03 Uhr
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Der Bundesinnenminister wählt scharfe Worte in der Flüchtlingskrise.

Quelle:Handelsblatt Online

Harte Worte in Richtung der EU-Staaten, die sich einer Kontingentlösung verschließen und in Richtung der Kriminellen von Köln: Innenminister de Maizière droht mit Folgen – in einem Fall sogar mit sehr konkreten.

BerlinBundesinnenminister Thomas de Maizière hat die europäischen Partner vor nationalen Maßnahmen in der Flüchtlingskrise zulasten Deutschlands gewarnt und mit einer Gegenreaktion gedroht. „Falls einige Länder versuchen sollten, das gemeinsame Problem einseitig und zusätzlich auf dem Rücken Deutschlands zu verlagern, so wäre das inakzeptabel und würde von uns auf Dauer nicht ohne Folgen hingenommen“, sagte de Maiziere am Freitag im Bundestag, ohne dies zu konkretisieren. Die Bundesrepublik wolle weiter den europäischen Weg in der Flüchtlingskrise gehen. Es liege in ihrem Interesse, „so lange wie möglich an Schengen festzuhalten".

Der Minister warb zugleich für die Gesetze, mit der die Koalition Asylverfahren und Abschiebungen nicht anerkannter Asylbewerber sowie krimineller Ausländer beschleunigen will. Die Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlinge hänge auch davon ab, dass Straftäter, Wirtschaftsflüchtlinge und andere Nicht-Schutzbedürftige in ihre Heimat zurückgeführt würden.

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Den Straftätern der Silvesternacht in Köln hielt de Maizière vor, sie hätten ihre Landsleute und Herkunftsländer in Misskredit gebracht. Auch hätten sie dem Ansehen der Flüchtlinge insgesamt geschadet, lange hier lebende Zuwanderer der Gefahr eines Generalverdachts ausgesetzt und zugleich Demagogen und Rechtsextremen Futter für ihre Denkmuster gegeben. „Für sie ist kein Platz in Deutschland", sagte de Maizière.

Der Minister verteidigte auch die Entscheidung zur Einschränkung des Familiennachzugs für Menschen mit eingeschränktem Schutz. Dies sei zwar durchaus hart, aber auch notwendig, um eine Überlastung zu verhindern.

Quelle:  Handelsblatt Online
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