Flüchtlingspolitik: Nobelpreisträger Stiglitz fordert von Bundesregierung Investitionen

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Joseph Stiglitz

von Gregor Peter Schmitz

US-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz – ein scharfer Kritiker der deutschen Euro-Politik – hält die deutsche Flüchtlingspolitik für ökonomisch rational, sofern die Regierung genügend Geld in die Hand nimmt.

Stiglitz sagte der WirtschaftsWoche auf die Frage, ob sich Zuwanderung für Deutschland rechne: „Das ist durchaus möglich. Aber dafür muss die Bundesregierung genug Geld in die Hand nehmen, um die Flüchtlinge vernünftig zu integrieren. Integration ist die beste Form der Investition. Versäumt man das, kann Zuwanderung soziale Ungleichheit verschärfen. In den USA haben illegale, nicht integrierte Einwanderer kaum Rechte. Sie verfügen als Arbeitnehmer über keine Verhandlungsmacht und treiben die Preise für alle Akteure runter.“

Stiglitz, der 2001 den Wirtschaftsnobelpreis gewann und ein enger Berater des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton war, warnte in der WirtschaftsWoche zugleich vor schärferen Debatten über soziale Ungleichheit: „Angst vor Zuwanderung ist immer geringer, wenn es einem Land wie Deutschland gut geht. Sobald Löhne sinken und Jobs rar werden, kann sich das schnell ändern….Die Erträge des aktuellen Aufschwungs sind zudem in Deutschland nicht gerecht verteilt. Selbst wenn nun viele gebildete Flüchtlinge kommen, werden auch zahlreiche Ungelernte dabei sein, die den Verteilungskampf im unteren Einkommensdrittel noch härter machen könnten.“

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