Flüge nach Tel Aviv Pilotenvereinigung attackiert Lufthansa

„Es hat sich nichts an der Bedrohungslage geändert.“ Die Pilotenvereinigung Cockpit kritisiert die Entscheidung, wieder nach Tel Aviv zu fliegen, scharf. Israel könne den Schutz der Flugzeuge nicht gänzlich garantieren.

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Ein Flugzeug startet in Tel Aviv: Cockpit kritisiert die Wiederaufnahme der Flüge der Lufthansa. Quelle: dpa

Berlin Die Pilotenvereinigung Cockpit hat die Lufthansa scharf dafür kritisiert, dass sie ab morgen wieder nach Tel Aviv fliegt. „Wir können die Entscheidung aus sicherheitstechnischer Sicht nicht nachvollziehen. Unseren Erkenntnissen nach hat sich in den letzten Tagen absolut nichts an der Bedrohungslage geändert“, sagte Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg Handelsblatt Online.

Aus Handwergs Sicht ist der „Schutzschirm“ der Israelis nicht in der Lage, 100 Prozent der Raketen abzufangen. „Auch gibt es Möglichkeiten die Effektivität des Schutzschirmes auf Kosten der Treffgenauigkeit durch geeignete technische Maßnahmen deutlich zu reduzieren.“

Somit verblieben nur zwei Gründe, warum die Lufthansa die Flüge nun wieder aufnehme: „Entweder wurde sie durch Druck dazu gezwungen den Betrieb wieder aufzunehmen. Dies ginge über Druck aus Israel, politischen Druck aus Berlin oder Profitinteressen stehen im Vordergrund“, sagte Handwerg, der selbst Lufthansa-Pilot ist. „Sicherheitstechnisch lässt sich das jedenfalls nicht erklären.“

Die Lufthansa hatte erklärt, die Verbindungen nach Tel Aviv würden schrittweise wieder aufgenommen. Dies gelte auch für Tochter-Gesellschaften wie Germanwings, Austrian und Swiss Airlines.

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