
Berlin/ParisDie CDU-Chefin Angela Merkel wird den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy im Präsidentschaftswahlkampf unterstützen. Die Bundeskanzlerin plane im Frühjahr mehrere gemeinsame Termine mit Sarkozy im französischen Wahlkampf, teilte die CDU am Samstag mit.
Zudem trat CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe am Nachmittag beim Wahlkampfauftakt der Sarkozy-Partei UMP (Union pour un mouvement populaire) in Paris auf und griff den sozialistischen Präsidentschaftskandidaten Francois Hollande scharf an. Die von den Sozialisten angestrebte Umverteilungspolitik würde zu einer Schwächung Frankreichs und auch Europas führen. „Wir brauchen ein starkes Frankreich mit einem starken Präsidenten an der Spitze!“, sagte Gröhe.
Merkel und Sarkozy hatten im Zuge der Schuldenkrise ihre Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten stark intensiviert. Sarkozy hatte Deutschland in der innenpolitischen Debatte mehrfach als Vorbild für die in Frankreich nötigen Reformen genannt. Auch zwischen der CDU und der UMP gibt es immer engere Kontakte, sie sprachen unter anderem ihr Parteiprogramm miteinander ab.
Dennoch ist es ungewöhnlich, dass die CDU-Vorsitzende offensichtlich eine größere Rolle im Präsidentschaftswahlkampf eines anderen Landes spielen will.















