Frauenquote: Familienministerin Schöder: Frauenquote auch im öffentlichen Dienst

Frauenquote: Familienministerin Schöder: Frauenquote auch im öffentlichen Dienst

von Cornelia Schmergal

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder will ihren Stufenplan für eine flexible Frauenquote auch im öffentlichen Dienst einführen.

"Natürlich können wir den Staat nicht außen vor lassen. Wir überlegen, wie wir das ganze auf den öffentlichen Dienst übertragen“, sagte Schröder der WirtschaftsWoche. Der Staat sei in Sachen Frauenförderung besser als die Privatwirtschaft, „aber längst nicht berühmt“.

Am kommenden Mittwoch trifft sich die Bundesregierung mit den Dax-30-Konzernen, dabei wird die Ministerin ihre Pläne vorstellen. Vorgaben machen will sie für „börsennotierte und mitbestimmungspflichtige Konzerne. Betroffen sind also rund 1000 Unternehmen“, sagte Schröder. Wenn es diesen Betrieben nicht gelingt, den Frauenanteil in Vorständen und Aufsichtsräten bis 2013 zu verdreifachen, soll sich jedes Unternehmen zu einer eigenen Quote verpflichten.

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Wird diese verfehlt, plant Schröder Sanktionen. „Wenn ich nur mit Wattebäuschchen werfen würde, hätte das Gesetz keine Wirkung. Mein Stufenplan sieht vor, dass Aufsichtsräte, die sich keine Quote setzen oder das eigene Ziel verfehlen, befürchten müssen, dass ihre Wahl angefochten wird.“ Auch Geldbußen schließt Schröder nicht aus: „Es gibt hier für uns keine Denkverbote.“

Schröder räumte ein, dass eine Frauenquote Männer benachteiligen könne. „Jeder, der über die Frauenquote redet, muss ehrlich zugeben, dass sie im Einzelfall gegenüber Männern ungerecht sein kann. Der Mann, der wegen der Quote nicht zum Zug kommt, kann ja nichts dafür, dass er ein Y-Chromosom hat und dass jahrhunderte lang Männer dominiert haben.“

Abstand genommen hat Schröder von Gedankenspielen, eine Mütterquote einzuführen: „Ich habe tatsächlich schon einmal über die Einführung einer Mütterquote nachgedacht. Die größten Probleme mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben ja nicht kinderlose Frauen, sondern vor allem Mütter. Aber eine Mütterquote ist nicht umzusetzen. Dafür müsste der Staat zu sehr in die Familien hineinschauen und prüfen, wer sich tatsächlich um die Kinder kümmert. Das wäre kein Staat, in dem ich leben möchte.“

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