Freie Stellen: Fachkräftemangel in der Wirtschaft verschärft sich

Freie Stellen: Fachkräftemangel in der Wirtschaft verschärft sich

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Der Fachkräftemangel in der Wirtschaft verschärft sich

Der Fachkräftemangel in der Wirtschaft verschärft sich. Viele Betriebe müssen deswegen bereits Aufträge ablehnen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der beiden Wirtschaftsverbände „Die Familienunternehmer – ASU“ und „Die Jungen Unternehmer – BJU“ exklusiv für die WirtschaftsWoche.

Danach haben fast 60 Prozent der mittelständischen Unternehmen derzeit freie Stellen, die sie nicht besetzen können. Und fast 30 Prozent der betroffenen Firmen musste wegen der Personalmisere schon mindestens einmal einen Auftrag ablehnen. Befragt wurden rund 450 Firmenchefs. Knapp 43 Prozent monierten, zwar gebe es durchaus Bewerber, diese seien aber allesamt für die gesuchte Position nicht ausreichend qualifiziert. 19 Prozent der Firmenchefs machten zu hohe Lohnforderungen der Kandidaten für das Scheitern von Einstellungsgesprächen verantwortlich.

Und mehr als ein Drittel der Unternehmen haben Jobs zu vergeben, für die es schlicht keine Bewerber (mehr) gibt. „Wenn sich der Fachkräftemangel weiter verschärft, gerät die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft ernsthaft in Gefahr. Die Regierung muss jetzt zügig gegensteuern“, warnt der BJU-Vorsitzende Dirk Martin. Nötig sei etwa eine Modernisierung des Zuwanderungsrechts, „damit auch aus dem Ausland mehr qualifizierte Kräfte zu uns kommen können“. Unternehmer Martin rät allerdings seiner Zunft, auch vor der eigenen Haustür zu kehren. „Wir Unternehmer stehen beim Kampf gegen den Fachkräftemangel in der Pflicht: Wir müssen noch mehr in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter investieren.“

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Längst treibt der Kampf ums Personal nicht nur die Unternehmen um, sondern auch die um Investoren buhlenden Kommunen und örtlichen Wirtschaftsförderer. Die regionale Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte ist mittlerweile ein zentraler Wettbewerbsfaktor für die Ansiedlung neuer Unternehmen. Exklusiv für die WirtschaftsWoche hat die Kölner IW Consult GmbH jetzt über 100 deutsche Wirtschaftsfördergesellschaften nach ihrer aktuellen Hitliste der Standortfaktoren befragt. Die Experten bewerteten rund 30 Faktoren auf einer Skala von 1 (sehr wichtig) bis 6 (unwichtig). Ergebnis: Das Arbeitskräftepotenzial lag mit der Durchschnittsnote 1,2 klar an erster Stelle. Auf den nächsten Plätzen folgten die Verfügbarkeit an Gewerbeflächen (1,72), die Schnelligkeit und Flexibilität der Behörden (1,74), das Straßennetz (1,83) und das allgemeine Image des Standortes (1,87).

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