Freie Wähler-Chef Aiwanger: AfD soll Eurokritiker spalten

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Ein Transparent wird beim Gründungsparteitag des Berliner Landesverbandes der eurokritischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) am 27.04.2013 in Berlin an einer Wand befestigt. Die AfD verfolgt ein viel radikaleres Anti-Euro-Programm, als die freien Wähler.

von Henning Krumrey

Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freien Wähler und Spitzenkandidat bei der kommenden Bundestagswahl, fürchtet, dass die Eurokritiker durch die Gründung der „Alternative für Deutschland“ gespalten werden und dadurch den Sprung in den Bundestag verpassen könnten.

„Ich glaube immer mehr, die AfD ist von Banken und CSU-Kreisen gesteuert, um uns mit deren radikaleren Forderungen klein zu halten“, sagte Aiwanger der WirtschaftsWoche. „Wir können diesen Weg des radikalen Populismus nicht vertreten“, kritisiert er die AfD. Nach deren Auftauchen seien etliche Euro-Skeptiker von den Freien Wähler dorthin weitergezogen. Nach aktuellen Umfragen kämen beide eurokritischen Parteien zusammen nah an die fünf Prozent. Getrennt haben sie voraussichtlich keine Chance, in den Bundestag einzuziehen.

Handelsblatt Prognosebörse AfD-Höhenflug (vorerst) gestoppt

Lange stand die Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) auf der Handelsblatt-Prognosebörse ganz hoch im Kurs. In den vergangenen Wochen musste sie jedoch Federn lassen. Davon profitiert eine Partei.

Die Alternative für Deutschland (AfD) und ihr Sprecher Bernd Lucke. Die Werte der AfD auf der Prognosebörse schwanken sehr stark. Noch immer liegen sie aber deutlich über den aktuellen Umfragewerten.

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Zwar sind auch die Freien Wähler mit der Entwicklung des Euro nicht zufrieden. Aber sie wollen weder Griechenland aus der Eurozone entfernen, noch werben sie für einen Euroaustritt Deutschlands. Sie plädieren vielmehr für eine Parallelwährung zum Euro.
Um andere Themen zu besetzen, betont Aiwanger die bäuerliche Landwirtschaft, den Verbraucherschutz und sieht die Globalisierung kritisch. „Wir sind für die bäuerliche Landwirtschaft, gegen die Agrarindustrie. Wir wollen keine börsennotierten Klinikketten, die kommunale Krankenhäuser aufkaufen“, so Aiwanger. Natürlich brauche Deutschland große Exportkonzerne, aber dafür müsse man nicht vor der Haustür alles dem internationalen Wettbewerb opfern. „Wir kriegen Hormon- und Genfleisch verordnet, damit die Amerikaner deutsche Autos kaufen? Das machen wir nicht mit.“

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