Freistaat wählt ein neues Parlament: Die CDU hat in Sachsen die freie Wahl

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Freistaat wählt ein neues Parlament: Die CDU hat in Sachsen die freie Wahl

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Der sächsische Ministerpräsident und CDU-Kandidat für die Sachsel-Wahl Stanislaw Tillich.

von Henning Krumrey

Die Konservativen von Ministerpräsident Stanislaw Tillich hoffen am Abend auf die absolute Mehrheit im Landtag. Doch die kleineren Parteien geben die Hoffnung aufs Mitregieren nicht auf und biedern sich der CDU an.

Ginge es an diesem Wochenende in Sachsen nur um die Frage, wer künftig als Ministerpräsident den Freistaat regiert, so würde es für Wähler wie Wahlbeobachter ein langweiliger Sonntag. Denn der Sieger steht eigentlich schon fest: Der Amtsinhaber Stanislaw Tillich liegt mit seiner CDU so weit vorn, dass gegen seine Partei nur alle anderen Parteien zusammen regieren könnten. Das aber ist – von rechtsradikal bis dunkelrotlinks – politisch nicht möglich.

Trotzdem wird der Urnengang zwischen Zittau und Leipzig spannend – für das Land Sachsen ebenso wie für die Bundespolitik. Die Sachsen entscheiden zunächst einmal, wer mit der CDU regieren darf. Gleich drei Bewerber haben sich dafür ins Rennen geworfen: Die FDP, die in den vergangenen vier Jahren gemeinsam mit der Union eine ordentliche wirtschaftspolitische Bilanz erarbeitet hat; die Grünen, die schon lange aufs Mitregieren spekulieren; und die SPD, die nach zwei verheerenden Niederlagen über die Kabinettsbeteiligung politische Bedeutung erheischen will.

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Ihr Spitzenmann heißt Martin Dulig, wirkt frisch-jungenhaft und wirbt damit, dass er eine „andere SPD“ verkörpere als die angestaubte Funktionärskaste. Der Vater von sechs Kindern hat den Wahlkampf zumindest genutzt, um seine Bekanntheit im Land deutlich zu steigern, schließlich tritt er zum ersten Mal an. Die Umfragen verheißen ihm zumindest eine Steigerung. Aber nach nicht einmal 11 Prozent beim letzten Mal ist das auch nicht allzu schwer. Natürlich setzt er wie alle anderen Bewerber auf das „Anderssein“ der Sachsen und auf Lokalpatriotismus. Dem übermächtigen Ministerpräsidenten Tillich wirft er Ideenlosigkeit vor, die meisten Pläne seien bei der SPD abgeschrieben. „Ein sächsisches Unternehmen in den M-Dax führen – das wäre mal ein ehrgeiziges Unterfangen.“ Allerdings bleibt er die Erklärung schuldig, wie eine Landesregierung, wie also die Politik dieses Unterfangen bewerkstelligen könnte – und sollte.

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