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Kommentare zu: Warum bekommen wir keine Großbauten gestemmt?

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6 Kommentare
  • 11.01.2013, 08:45 UhrRepublikaner

    Ich fordere als steuerzahlender Bürger die Einsetzung einer Untersuchungskommission durch das Ministerium der Justiz. Die Mitglieder müssen unbescholtene Fachleute sein und dürfen keiner Partei angehören. Die Untersuchung ist öffentlich zu führen. Desweiteren sind alle geleisteten Zahlungen offenzulegen und alle Verantwortlichen des Ausschreibeverfahrens zu nennen. Chronologisch sind alle getroffenen engtscheidungen und deren Begründung zu veröffentlichen. Nur so kommt Licht ins Dunkel einer der größten Betrugs-und Wirtschaftsskandale der jüngsten Zeit.

  • 11.01.2013, 10:06 Uhrtwsan

    Der Artikel erfasst (leider)das eigentliche Problem in keinster Weise. Denn offensichtlich ist die mangelhafte Koordination der Knackpunkt. Die Netzwerke innerhalb der Bauprojekte aus Sub-Unternehmern, Sub-Sub-Unternehmern, Sub-Sub-Sub-U. usw. bei Planung und Bauausführung haben mittlerweile ein Ausmaß erreicht, welches man eigentlich nur noch als Chaos bezeichnen kann. Dass in diesem Chaos dann jeglicher Informationsfluss zum erliegen kommt ist die zwangsläufige Folge.

  • 11.01.2013, 16:39 Uhrcogiton

    Leider treffen alle in dem Artikel ausgewiesenen Ursachen fuer das Versagen bei der Realisierung von Grossprojekten zu. Mit Beginn der Bau Krise in Deutschland 2002 begann ein unheilsamer Prozess im Bauhauptgewerbe, viele gute Fachkraefte verloren damals Ihren Job und Architekten glaubten auf einmal die ungeliebte Technik in Gebaeuden selbst zu planen und im Bau zu ueberwachen. Bauherren nutzten die schwache Nachfrage um die Angebotspreise so extrem zu druecken, dass gute und nahmhafte Bau Träger in die Pleite getrieben wurden. Die groessten Gewinner dieses Trends sind und waren die Herren Anwaelte, eine Branche die im Baugewerbe nichts zu suchen hat, die nur Geld verschlingt und keinen Mehrwert schafft. Es gibt schon noch genug kompetente Fachleute die Grossprojekte stemmen können, die aber ordnen sich meist den Korupten und in kompetenten unter um selbst zu über leben.

  • 11.01.2013, 20:31 Uhrs.kadenz

    Um Blind, die Realität im Lande zu verkennen, zu verleugnen,
    reicht es nicht den Kopf in den Sand zu stecken,
    man muss auch die Ohren verschließen.

    In diesem Land existieren zwei gegensätzliche Gesellschaftsgruppen,
    die Minorität mit dem gelebten hierarchischen Kollektiv,
    die sich genau dort konzentriert.

    Das bei Karstadt (`02 `09) das bereits `04 völlig ruiniert war und erst `09 durch die marktwirtschaftlichen Prozesse (ruinierter Finanzier) durch den neuen Finanzier/Inhaber zurück gebaut, auf Eingen-/Selbst-/Mit-verantwortung des Management/Mitarbeiter, werden konnte, hatte jeder „Konsument“ erleben dürfen.
    In den Verwaltungen, bei D-Bahn, dem Bildungssystem, usw.
    fehlen zum einen, der gesellschaftliche Einblick und zum anderen, die regelnden Marktgesetze!
    Weshalb sich auch gerade dort, immer mehr Minorität (Lern- resistent) konzentriert, ein Bereich nach dem anderen,
    man bleibt unter sich, - immer ganze Bereiche!

    In dem Artikel sind die Veränderungen der Judikative(zum Nachteil der Gesellschaft/Gemeinden) der letzten 20 Jahre bereits aufgezeigt. Die 20 Jahre davor, lebten diese GRÜNEN, ihren Klassenkampf aus und tragen damit an den Verschlechterungen im Land die Verantwortung mit.

    Dieser Flughafen BER
    unterliegt inkl. des „Aufsichtsrat“, einem hierarchischen Kollektiv,
    an dessen Spitze, meinem dafürhalten, dieser AirBerlin Sanierer Mehdorn, der wie zufällig am Montag dem 07.01.2013 nach Bekanntgabe der erneuten Probleme bei BER,
    mit sofortiger Wirkung (fristlos) von seinem Aufsichtsratsvorsitz bei AirBerlin freigestellt worden war, totalitär residierte.

    Inhaltliche Vorstellungswelt, (durch Jahrzehnte verinnerlichtes Feindbild) der Minorität ist,
    die verachtete Majorität.

  • 15.01.2013, 16:04 UhrWahrheit29

    Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach. Solche Projekte scheitern weil kein professionelles Projektmanagement mit den richtigen Leuten vorab aufgesetzt wurde. Es gibt für solche Projekte Standards, Methoden und Richtlinien wie man sie aufsezt und durchführt mit Risikomanagement, Budgetverantwortung, Zeitmanagement usw. Diese Dinge lernen professionelle Projektmanager im ersten Semester und weltweit werden Projekte erfolgreich danach durchgeführt. Nur die blöden deutschen Politiker wissen scheinbar nichts davon, wurschteln mit den falschen Leuten so vor sich hin und denken es wird schon gut gehen. Solche Naivität und Dilettantismus ist weltweit einzigartig. Übrigens wird bei der Energiewende der Bundesregierung genau so verfahren nämlich durchwursteln ohne Sinn und Verstand. Wir werden regiert von Polit-Amateuren die unser Geld verpulvern und die restliche Welt lacht über uns.

  • 18.01.2013, 09:43 UhrLeser

    Prof. Freytag hat einen wichtigen Punkt in den Ursachen für das Scheitern der Projekte vergessen: Den politischen Prozess sowie den Vergabeprozess selbst.

    1. Projekte müssen relativ kostengünstig sein, damit sie die notwendige politische Mehrheit erhalten bzw. vom Haushaltsausschuss genehmigt werden und dem Wähler vermittelt werden können.
    2. Dadurch werden eigentlich relevante bzw. notwendige Teile für das Projekt weggelassen, welche später aufwendig nachgebessert werden müssen (Beispiel: Autobahntunnel ohne Zulassung für Gefahrguttransporte geplant, was später kostenträchtig nachgebessert werden muss)
    3. Im Vergabeprozess werden einzelne Großunternehmen bevorzugt, welche systematisch zu günstig anbieten - im Wissen, wenn das Projekt erst einmal begonnen wurde, ist eine Neuausschreibung für die Politik teurer als das Akzeptieren höherer Kosten (Beispiel: Elbphilharmonie).

    Wie könnte man dem begegnen (Denkanstöße)
    1.) Volksbeteiligung bei Großprojekten
    2.) Änderung der Vergabeverfahren.

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