Frühjahrsbelebung im April: Arbeitslosenzahl sinkt unter drei Millionen

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Frühjahrsbelebung im April: Arbeitslosenzahl sinkt unter drei Millionen

, aktualisiert 30. April 2014, 12:15 Uhr
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Eine Mitarbeiterin berät in Düsseldorf in der örtlichen Bundesagentur für Arbeit eine Kundin.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im April auf 2,9 Millionen gesunken. Das sind 77.000 weniger als vor einem Jahr. Auch die Arbeitslosenquote ging zurück.

Der deutsche Arbeitsmarkt steht zu Frühjahrsbeginn so gut da wie seit über zwei Jahrzehnten nicht mehr. Dank der guten Konjunktur fiel die Zahl der Arbeitslosen im April auf 2,943 Millionen. So niedrig war sie in diesem Monat zuletzt 1992. Im Vergleich zum März wurden 111.000 weniger Erwerbslose registriert. Die Arbeitslosenquote sank von 7,1 auf 6,8 Prozent. "Nach den Wintermonaten nimmt die Arbeitslosigkeit typischerweise ab, diesmal fällt der Rückgang kräftig aus", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise am Mittwoch in Nürnberg. "Grund hierfür sind vor allem die guten konjunkturellen Rahmenbedingungen."

Auch die Ukraine-Krise und mögliche Sanktionen gegen Russland könnten den positiven Ausblick derzeit nicht trüben. "Wir sehen im Moment für den Arbeitsmarkt keine Risiken", sagte Weise. Banken-Ökonomen sind ähnlich optimistisch. "Sollte sich die Entwicklung der vergangenen Monate noch einige Zeit fortsetzen - wofür derzeit einiges spricht - könnte auch die Entwicklung im Gesamtjahr 2014 besser ausfallen", sagte Postbank-Experte Heinrich Bayer. Die Bundesagentur rechnet für 2014 weiter mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenzahl von 2,9 Millionen.

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Wegen des milden Winters setzte der Frühjahrsaufschwung - etwa am Bau - diesmal früher als üblich ein. Die deutsche Wirtschaft ist deshalb im ersten Quartal mit voraussichtlich 0,6 Prozent kräftiger gewachsen als Ende 2013, weil sowohl Exporte als auch Konsum und Investitionen zulegten. Unter Herausrechnung jahreszeitlicher Schwankungen ging die Arbeitslosenzahl um 25.000 und damit den fünften Monat in Folge zurück. Banken-Volkswirte hatten eine Abnahme um 10.000 erwartet.

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Positiv entwickelte sich auch die Zahl sozialversicherungspflichtiger Jobs. Sie lag im Februar mit 29,42 Millionen um 436.000 über ihrem Vorjahresniveau. "Dieses Plus zeigt sich in allen Bundesländern und in fast allen Wirtschaftszweigen", sagte BA-Chef Weise. Besonders gesucht sind derzeit Arbeitskräfte in Berufsfeldern wie Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Gesundheit, Verkehr, Logistik, Tourismus und Gastronomie.

Die gute Lage wirkt sich positiv auf die Finanzen der Bundesagentur aus. Das Budget falle derzeit um 450 Millionen Euro besser aus als geplant, sagte Weise. Höheren Einnahmen stünden geringere Ausgaben gegenüber.

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