Fussilet: Berliner Moschee-Verein wird verboten

Fussilet: Berliner Moschee-Verein wird verboten

, aktualisiert 28. Februar 2017, 07:43 Uhr
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Die Räumlichkeiten sind bereits seit der vergangenen Woche geschlossen.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Berlin Moschee-Verein Fussilet wird verboten. Die Gemeinde galt als Treffpunkt gewalttätiger Islamisten, auch der Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri verkehrt dort. Am Morgen gab es einen Großeinsatz der Polizei.

BerlinDas Berliner Behörden haben den Moschee-Verein Fussilet verboten, in dem auch der Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri verkehrte. Die Polizei durchsuchte am Dienstagmorgen 24 Objekte in der Hauptstadt. Der Einsatz mit 460 Beamten laufe seit sechs Uhr morgens und erfolge als Amtshilfe für die Innenverwaltung, sagte ein Polizeisprecher.

Die Gebetsräume waren nach Erkenntnissen der Polizei ein Treffpunkt gewaltbereiter Islamisten. Dem Verbotsantrag der Innenverwaltung gab das Verwaltungsgericht nach Angaben der Polizei bereits am 15. Februar statt. Die Moschee schloss ihre Räume bereits vor einer Woche von selbst.

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Bei den durchsuchten Orten handele es sich um Wohnungen, zwei Firmensitze und sechs Hafträume in den Berliner Haftanstalten Moabit und Tegel, twitterte die Polizei.

Amri hatte die Moschee oft besucht, zuletzt wurde er dort am Abend des Anschlags an der Gedächtniskirche am 19. Dezember 2016 gefilmt. Kurz danach tötete er einen polnischen Lkw-Fahrer, entführte dessen Lastwagen und fuhr auf den Weihnachtsmarkt, wo er weitere elf Menschen tötete und mehr als 50 zum Teil schwer verletzte.

Die Polizei hatte den Hauseingang der Moschee von einer gegenüberliegenden Polizeiwache zeitweise mit einer versteckten Kamera beobachtet. In der Moschee soll Geld für Terroranschläge in Syrien gesammelt worden sein. Beim Islamunterricht sollen Muslime – meist Türken und Kaukasier – für den bewaffneten Kampf der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien radikalisiert worden sein.

Über eine Verbotsverfügung gegen den Verein Fussilet 33 wird seit 2015 diskutiert. Nach dem Terroranschlag sollte das Verbot eigentlich schnell kommen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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