Gatronomie: Bundesrechnungshof: Außer-Haus-Verzehr höher besteuern

Gatronomie: Bundesrechnungshof: Außer-Haus-Verzehr höher besteuern

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Wer seinen Snack nicht im Fast-Food-Restaurant verzehrt, sondern mit nach Hause nimmt, müsste eigentlich weniger zahlen

Der Bundesrechnungshof sieht nur ein Mittel gegen den Steuerbetrug in der Gastronomie: eine neue Regelung der Mehrwertsteuer.

Die Frage kommt in Fast-Food-Restaurants unausweichlich: „Mitnehmen oder hier essen?“ Eine Frage mit finanziellen Folgen: Denn für Speisen, die der Kunde mitnimmt, fallen nur sieben Prozent Mehrwertsteuer an. Setzt er sich ins Restaurant, muss der Betreiber 19 Prozent abführen. Bei einigen Restaurants ist die Zahl der Mitnahme-Kunden allerdings verdächtig hoch, argwöhnt der Bundesrechnungshof.

Behördenchef Dieter Engels hat seine Mitarbeiter schon vor längerer Zeit darauf hingewiesen, dass manche Betreiber ihrem Finanzamt offenbar falsche Daten melden und die Differenz zwischen ermäßigtem und normalem Satz als Gewinn einstreichen, da der Kunde selbst ja nicht weniger zahlt, wenn er das Essen nach Hause trägt.

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Bereits vor zwei Jahren haben Bundesfinanzministerium und Länderministerien die Kontrollen verstärkt. Doch abschreckend wirkt das nicht. Der Betrug, so der Rechnungshof jetzt, könne nur gestoppt werden, wenn „sämtliche Restaurationsleistungen einheitlich dem allgemeinen Steuersatz (von 19 Prozent) unterliegen, auch wenn sie nicht zum unmittelbaren Verzehr an Ort und Stelle abgegeben werden“.

Dem Fiskus brächte das „mindestens 800 Millionen Euro jährlich“ mehr ein. Claudia Winterstein, FDP-Obfrau im Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestages, fordert dagegen, den Steuersatz einheitlich auf sieben Prozent zu senken.

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