Gauck-Nachfolge: Käßmann steht nicht zur Verfügung

Gauck-Nachfolge: Käßmann steht nicht zur Verfügung

, aktualisiert 12. Oktober 2016, 15:03 Uhr
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SPD und Linke haben über die evangelische Theologin Margot Käßmann als Gauck-Nachfolgerin gesprochen.

Das Rätselraten um die Nachfolge von Joachim Gauck geht weiter: Linke und SPD bringen die Theologin Margot Käßmann ins Spiel. Die dementiert jedoch Ambitionen für das höchste deutsche Staatsamt.

SPD und Linke haben nach Angaben der Linken über die evangelische Theologin Margot Käßmann als mögliche Nachfolgerin von Bundespräsident Joachim Gauck gesprochen. SPD-Chef Sigmar Gabriel habe gegenüber dem Linke-Vorsitzenden Bernd Riexinger vorgefühlt, ob die Linke Käßmann mittragen würde, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe ohne Angabe von Quellen.

Danach sagte Riexinger der Deutschen Presse-Agentur, er habe mit Gabriel darüber telefoniert. „Die SPD führt seit Längerem Gespräche, auch mit der Linken“, sagte er. Bei dem Telefonat habe auch der Name Käßmann eine Rolle gespielt, sagte Riexinger auch dem „Tagesspiegel“.

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Zugleich zeigte man sich bei den Linken wenig begeistert über die öffentlichen Spekulationen über Käßmann. Riexinger sagte: „Es wäre bedauerlich, wenn in der Großen Koalition taktische Spielereien mit dem Bundespräsidentenamt oder mit Frau Käßmann betrieben würden.“

Gauck-Nachfolge Fast 70 Prozent für Direktwahl des Bundespräsidenten

In drei Monaten wählt die Bundesversammlung ein neues Staatsoberhaupt. Wenn es nach der großen Mehrheit der Deutschen ginge, käme es dazu gar nicht. Denn die meisten wollen den Bundespräsidenten selbst wählen.

Bundespräsident Joachim Gauck will nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren. Quelle: dpa

Der „Berliner Zeitung“ sagte Riexinger: „Wir wollen eine Kandidatin oder einen Kandidaten, der weltoffen ist, für soziale Gerechtigkeit und eine friedliche Außenpolitik steht.“ Er fügte hinzu: „Das würde zweifelsfrei auf Frau Käßmann zutreffen.“

Käßmann selbst hat Spekulationen über eine Kandidatur als Nachfolgerin von Bundespräsident Joachim Gauck zurückgewiesen. „Es ehrt mich, dass mein Name im Zusammenhang mit dem höchsten Amt im Staat genannt wird. Allerdings stehe ich für dieses Amt nicht zur Verfügung“, erklärte sie am Mittwoch nach Angaben ihres Büros.

Gabriel favorisiert laut Funke Mediengruppe weiterhin einen Konsens mit CDU und CSU bei der Suche nach einem Kandidaten. Die Linke hatte sich für einen rot-rot-grünen Kandidaten stark gemacht.

Gaucks Nachfolger soll am 12. Februar 2017 von der Bundesversammlung gewählt werden.

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