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Gegenseitiges Misstrauen: Pakistan und Indien weisen Diplomaten aus

Pakistan und Indien haben gegenseitig die Ausweisung von Diplomaten angeordnet. Beobachter werteten die Ankündigung vom Samstag als Zeichen dafür, dass das Misstrauen zwischen den beiden Nachbarländern wieder neu aufflammt.

HB ISLAMABAD. Pakistan forderte Indien nach eigenen Angaben dazu auf, seinen Mitarbeiter Deepak Kaul aus der Vertretung in Islamabad abzuziehen. Er habe sich an Spionagetätigkeiten beteiligt, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums. Wenige Stunden später kündigte das indische Außenministerium im Gegenzug an, ein pakistanischer Diplomat müsse das Land verlassen. Gründe dafür wurden zunächst nicht genannt. Die Beziehungen zwischen den beiden Nachbarstaaten waren durch die Bombenanschläge in Bombay - auch bekannt als Mumbai - Mitte Juli neu belastet worden. Dabei starben mehr als 180 Menschen. Indien machte von Pakistan aus operierende Extremisten für den Vorfall verantwortlich. Die pakistanische Regierung wies die Vorwürfe indes ebenso zurück wie die beschuldigte Gruppe. Neue Hoffnung auf eine Annäherung der Länder hatte es zu Wochenbeginn gegeben, als Indien und Pakistan in Bangladesch Gespräche über den schleppenden Friedensprozess in der Region Kaschmir wieder aufnahmen.

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