„Geistliche Tage“ : Tebartz-van Elst soll in bayerischem Kloster Buße tun

„Geistliche Tage“ : Tebartz-van Elst soll in bayerischem Kloster Buße tun

Der umstrittene Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat nach seiner Beurlaubung durch Papst Franziskus Zuflucht in einem bayerischen Kloster gefunden.

Er verbringe seit Mittwoch „geistliche Tage“ in der Benediktinerabtei Metten in Niederbayern und nehme am Gemeinschaftsleben des Klosters teil, teilte das Limburger Bistum am Donnerstag mit. Seit seiner Lehrtätigkeit an der Universität Passau habe Tebartz-van Elst immer wieder Zeit in diesem Kloster verbracht. „Die Benediktiner freuen sich, dass der Bischof von Limburg in Metten eine geistliche Zeit der Erholung verbringt“, heißt es laut Bistum in einer Mitteilung der Abtei. „Wir bitten um Verständnis, dass keine weiteren Erklärungen abgegeben werden und bitten, das Kloster als besonderen Ort der Stille zu respektieren.“
Papst Franziskus hatte Tebartz-van Elst in der vergangenen Woche eine Auszeit verordnet. Dem Limburger Bischof werden unter anderem ein autoritärer Führungsstil und Verschwendung beim Bau seines neuen Amtssitzes vorgeworfen. Eine Kommission der Deutschen Bischofskonferenz untersucht derzeit die Baukosten von mindestens 31 Millionen Euro.

Die Erzdiözese München und Freising bekommt ein neues Ordinariat für insgesamt gut 130 Millionen Euro. Das Bistum bestätigte am Mittwoch einen Bericht der „Abendzeitung“ und betonte, die Öffentlichkeit sei über den Kauf der Immobilie, die Kosten sowie den geplanten Umbau informiert worden. An dem neuen Hauptstandort der Kirchenverwaltung mitten in München sollen 400 Mitarbeiter einziehen, die bisher auf mehrere Standorte verteilt sind. Das soll die Zusammenarbeit verbessern und Kosten reduzieren.

Anzeige

Weitere Artikel

In München hatte das Bistum nach dem Erwerb 2006 laut damaliger Mitteilung die Kaufsumme des Gebäudes von 86 Millionen Euro veröffentlicht. Die Summe sei größtenteils durch eine Umschichtung von Mitteln aus dem Immobilienbereich beglichen worden, hieß es. Anfangs seien knapp 40 Millionen Euro Umbaukosten kalkuliert worden, nun seien es gut 42 Millionen Euro.
Nach Ansicht der kritischen Laien-Initiative „Wir sind Kirche“ ist der Bau in München nicht mit dem in Limburg zu vergleichen. „Das ist ein gewaltiger Unterschied. Das eine ist ein Verwaltungsgebäude, das andere mehr oder weniger ein Privatgebäude“, sagte der Sprecher der Reformkatholiken in Bayern, Magnus Lux. In Limburg sei offenbar Prunk- und Verschwendungssucht zum Tragen gekommen.
„Dass ein Verwaltungsgebäude für 400 Leute mitten in München Geld kostet, ist nachvollziehbar“, sagte Lux. „Wichtig dabei ist auch, dass das Projekt offensichtlich durch alle Gremien gegangen ist und alle, die damit befasst waren, auch ihre Meinung sagen konnten - anders als bei der Geheimniskrämerei in Limburg.“

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%