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Geldwäschegesetz: Autohändler, Juweliere und Tankstellen im Visier

von Christian Ramthun

Tausende Unternehmen ausgewählter Branchen müssen künftig Geldwäschebeauftragte benennen. Dazu zählen insbesondere Geschäfte mit hochwertigen Gütern wie Autos, Kunst, Edelmetalle, Edelsteine, Arbeitsmaschinen oder Boote.

Wie die WirtschaftsWoche berichtet, bereitet das Bundesfinanzministerium eine entsprechende Änderung des Geldwäschegesetzes vor. Im Gegenzug will die Regierung von ihrem ursprünglichen Plan ablassen, alle Unternehmen mit mehr als neun Beschäftigten zu einem Geldwäschebeauftragen zu verpflichten.

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Nicht nachgeben will das Finanzministerium beim E-Geld, in dem das Bundeskriminalamt ein bedrohliches Einfallstor für Geldwäscher sieht. Auch Tankstellen und Kioske, die solche Chip-Karten verkaufen, mit denen sich an Automaten oder im Internet bargeldlos bezahlen lässt, sollen wie Banken verpflichtet werden, Namen und Adressen der Kunden zu notieren. "Wir können keine anonymen Geldströme jenseits der regulierten Bankenmärkte akzeptieren", sagte ein Experte des Bundesfinanzministeriums, "deshalb müssen wir auf einer lückenlosen Kontrolle auch beim E-Geld bestehen." Ausnahmeregelungen soll es nicht geben, weil der Anstieg der Geldwäschekriminalität auch auf E-Delikte zurückgeführt wird. Derzeit liegt das E-Geldvolumen in Deutschland bei schätzungsweise einer Milliarde Euro jährlich, weltweit bei 100 Milliarden. Bis 2015 könnte der globale Markt auf 500 Milliarden Euro klettern.

Bis Mittwoch kommender Woche will das Bundesfinanzministerium den Gesetzentwurf zur Optimierung der Geldwäscheprävention ändern. Dann findet im Finanzausschuss des Bundestages eine Anhörung statt. Bis zum 9. November will der Finanzausschuss abschließend darüber beraten, bevor der Bundestag darüber abstimmt und das Gesetz beim Bundesrat landet.

5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 17.10.2011, 07:23 UhrAnonymer Benutzer: info

    ich warte nur noch auf den Tag, an dem der besitz von bargeld verboten wird. Lange kann es bei diesen Entwicklungen nicht mehr dauern.

    Für die Polidilettanten scheint nur eins zu gelten: Das Grauen (in perosna: der bürger) lauert immer u. überall.

    Weil ein paar Schmocks Geldwäsche betreiben, wird zunehmend jeder barzahler kriminalisiert. Das Volk steht unter Generalverdacht, weil man ihm immer noch nicht genügend abpressen kann.

    Die ziehen die Schlinge immer enger, bis sogar die Kinder noch ihr Taschengeld versteuern dürfen u. Geldgeschenke an diese nur noch bargeldlos erlaubt sind.

    Welch kranke Hirne regieren uns eigentlich!?

  • 16.10.2011, 21:08 UhrAnonymer Benutzer: Ezekiel

    Wundert es? Wir leben im unfreiesten Deutschland aller Zeiten! Man sollte unsere Unterdrücker in den Parlamenten, in der Finanzverwaltung und in der Justiz ausbürgern und nach Nordkorea ausweisen.

  • 16.10.2011, 13:16 UhrAnonymer Benutzer: mathias

    @ JKK warum in die Ferne schw...., wenn das Gute so nahe vor der
    Haustüre ist. iii Reich

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