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Geldwert: Gefühlte Inflation auf 11,6 Prozent gestiegen

Die „gefühlte“ Inflation ist seit Mitte vergangenen Jahres von rund fünf auf 12,8 Prozent im März und 11,6 Prozent im April dramatisch in die Höhe geschossen.

Die gefühlte Inflation macht Quelle: AP
Die gefühlte Inflation macht die paar Euromünzen subjektiv noch wertloser Quelle: AP
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Das geht aus den neuen Zahlen des Statistik-Experten Hans Wolfgang Brachinger von der Universität Fribourg hervor. Exklusiv für die WirtschaftsWoche aktualisierte der renommierte Wissenschaftler seinen „Index der wahrgenommenen Inflation“ (IWI).

Die Kluft zwischen IWI und der vom Statistischen Bundesamt ermittelten Teuerungsrate von drei Prozent ist immens: Der IWI, der die Güter nach ihrer Kaufhäufigkeit gewichtetet statt nach ihrem Anteil an den Gesamtausgaben, liegt diesmal sogar noch höher als unmittelbar nach der Euro-Einführung (elf Prozent).

Laut WirtschaftsWoche deutet der IWI auf einen noch schwächeren privaten Konsum in diesem Jahr als bisher erwartet. Brachinger: „Wir beobachten seit langem steigende Sparquoten bei steigender Inflationswahrnehmung.“

Das würde die letzte Hoffnung für die Konjunktur platzen lassen. Denn der Export schwächt sich wegen der Finanzkrise, des Abschwungs in Amerika und des starken Euros zunehmend ab. Eine Stagflation, die Kombination aus schwachem Wachstum und kräftig steigenden Preisen, wird demzufolge immer wahrscheinlicher.

20 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 27.06.2008, 16:21 UhrAnonymer Benutzer: politiker tot

    schafft die politik ab

    sonst wird das nix

  • 27.06.2008, 16:18 UhrAnonymer Benutzer: dreistein

    was heisst hier 11 proz.

    lebt ihr auf einem anderen planet - hab gerade heizöl bestellt + bezahlt - auto getankt - essen gekauft

    teuerung zu 2001 - eine steigerung von 200 %

    ihr könnt doch nich die preis steigerungen von jahr zu jahr messen - ist doch total unreal

    wie können wir eine infla von 200% noch hinnehmen ?

    alle politis + börsis an die wand

  • 07.06.2008, 10:31 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    Zentralbanken *sind* beliebig manipulierbar. Für diese Feststellung hat Friedrich von Hayek den Nobelpreis bekommen. Ob das neue Geld nun faktisch gedruckt wird oder durch zentral gesteuerte Geldzinsmanipulation verursacht wird und in Form von Zusagen und Kontoständen existiert, spielt keine grosse Rolle. Fakt ist, dass die boom-bust-Wirtschaft durch staatlich gesteuerte "Geldpolitik" (daher heisst sie ja auch "Politik") maßgeblich verursacht wird. Dies ist auch so gewollt, denn von der frisch erzeugten Geldmenge profitieren in erster Linie Regierungen und ihre Vertrauten (z.b. Großkonzerne mit Regierungsaufträgen). Die Löhne ziehen erst mit großem Zeitversatz an, was faktisch eine Umverteilung der Vermögen von Unter- und Mittelschicht in Richtung der Regierungsgünstlinge bewirkt.

    Schaut man sich diesen Mechanismus genauer an, so wird es offensichtlich werden, dass eine EZb (oder eine FED) faktisch unmöglich als eine unabhängige instanz existieren kann.

    Vor diesem Grund ist dies praktisch Ansichtssache, ob Hyperinflation nun "möglich" ist oder nicht. Es steht ihr praktisch nichts im Wege, denn bankrotte Regierungen werden nicht einfach Konkurs gehen, sondern selbst die Spirale auslösen, und dies wird - so meine Überzeugung - mit Sicherheit noch zu unseren Lebzeiten passieren.

    Ob Golddeckung im Vergleich nun "hirnrissig ist", ist Geschmackssache.

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