Gesche Joost: Internet-Botschafterin warnt vor dem Ende der Netzneutralität

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Gesche Joost plädiert vor der EU-Kommission weiterhin für Netzneutralität.

von Oliver Voß

Die digitale Botschafterin der Bundesregierung bei der EU-Kommission, Gesche Joost, fürchtet negative Folgen bei der Einführung von Überholspuren im Internet.

"Ich habe die Sorge, dass künftig viele bezahlte Spezialdienste das Netz fluten", sagte Joost der WirtschaftsWoche. In besonderen Fällen wie Operationen, bei denen beispielsweise Ärzte online zugeschaltet würden, seien Sonderregeln zwar sinnvoll. Aber "es muss sichergestellt werden, dass das offene Internet der Normalfall bleibt", forderte Joost.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich Anfang Dezember dafür ausgesprochen, bestimmte Spezialdienste bevorzugt durchs Netz zu leiten. In der EU soll im kommenden Jahr über eine Regelung zur Netzneutralität verhandelt werden. Deutschland macht sich dabei für die Einführung von bezahlten Spezialdiensten stark. Die Bundesregierung hat sich auf einen entsprechenden Regelungsvorschlag geeinigt.

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Kritiker befürchten, dass Netzbetreiber künftig vor allem Anbieter von Filmen und Videotelefonie, die große Datenmengen auslösen, zur Kasse bitten. "Wenn die Spezialdienste künftig dominieren, wäre das wettbewerbsverzerrend, insbesondere für Start-ups und kleine Inhalte-Anbieter", warnte Joost in der WirtschaftsWoche.

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