Gesetzliche Krankenkassen: „Zusatzbeitrag steigt bis 2020 auf zwei Prozent“

Gesetzliche Krankenkassen: „Zusatzbeitrag steigt bis 2020 auf zwei Prozent“

, aktualisiert 20. Januar 2016, 13:35 Uhr
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Die gesetzliche Krankenversicherung genießt bei den Bürgern hohe Akzeptanz. Dies könnte sich in den kommenden Jahren durch stark steigende Beiträge zulasten der Versicherten ändern. Deshalb sollen sich die Arbeitgeber wieder an der Finanzierung beteiligen.

Quelle:Handelsblatt Online

Zurzeit liegt der Krankenkassen-Zusatzbeitrag im Schnitt bei 1,1 Prozent. Doch die Sätze werden in den nächsten Jahren wohl drastisch steigen. Der Ersatzkassenverband will nun Gegenmaßnahmen ergreifen.

BerlinDie gesetzlichen Krankenkassen rechnen mit deutlich steigenden Beiträgen in den nächsten Jahren. „Durch die teure Gesetzgebung der großen Koalition wird der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz bis 2020 auf zwei Prozent steigen“, sagte der Vorsitzende des Ersatzkassenverbandes, Christian Zahn, am Mittwoch in Berlin. Zurzeit liegt der Zusatzbeitrag, den die Arbeitnehmer allein zahlen müssen, im Schnitt bei 1,1 Prozent. In den nächsten Jahren würden die Sätze für die Mitglieder um 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte steigen, sagte Zahn voraus. Der Grund seien erwartete zusätzliche Ausgaben in den nächsten fünf Jahren von 16 Milliarden Euro.

Zahn sprach sich als kurzfristige Gegenmaßnahme dafür aus, die Finanzpolster des Gesundheitsfonds abzuschmelzen und die freiwerdenden Mittel zur Abfederung der Kosten einzusetzen, die durch Reformen etwa im Krankenhaussektor anfallen. Zahn schlug vor, die vorgeschriebene Mindestreserve auf höchstens 35 Prozent einer Monatsausgabe festzuschreiben.

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Der Verband, dem die Marktführer Techniker Krankenkasse (TK) und Barmer GEK angehören, fordert zudem eine Rückkehr zur vollen paritätischen Finanzierung der Beiträge durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer, wofür sich auch SPD, Grüne und Linke starkmachen. Bislang teilen sich beide lediglich den Grundbeitrag von 14,6 Prozent. Die Zusatzbeiträge zahlen die Mitglieder allein.

Quellle:  Handelsblatt Online
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