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Gesundheitsreform: Schlechte Noten für Gesundheitsreform

von Mark Fehr

Knapp 28 Prozent der deutschen Unternehmen erwarten, dass sich die geplante Gesundheitsreform mittelfristig "eher negativ" oder "negativ" auf ihre Einstellungs- und Beschäftigungspläne auswirkt.

Das zeigt eine aktuelle Umfrage unter 750 Firmen im Auftrag von WirtschaftsWoche und Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), durchgeführt von der IW Consult GmbH in Köln.

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Nur 5,6 Prozent der befragten Unternehmen erwarten, dass sich die Gesundheitsreform positiv auf ihre Personalplanung auswirkt. Knapp 60 Prozent gehen davon aus, dass das Reformvorhaben keinen Einfluss auf ihr Einstellungsverhalten nimmt.

Laut Eckpunktepapier der Bundesregierung vom Juli 2010 soll ab Januar nächsten Jahres unter anderem der kasseneinheitliche Beitragssatz für die Gesetzliche Krankenversicherung von 14,9 auf 15,5 Prozent steigen. Dabei wird der Arbeitgeberanteil bei 7,3 Prozent eingefroren. Außerdem sollen die Versicherten künftige Kostensteigerungen durch Zusatzprämien finanzieren, die laut Bundesregierung bis 2014 auf monatlich durchschnittlich 16 Euro steigen.

Die Unternehmen sorgen sich nun wegen höherer Personalkosten. Außerdem fürchten viele Firmen, dass die Politik schon bald wieder von der Deckelung des Arbeitgeberanteils abrückt.

Die Ökonomen des Instituts der Deutschen Wirtschaft, zu dem die IW Consult GmbH gehört, geben den Reformvorschlägen insgesamt schlechte Noten. Zwar begrüßen sie die Begrenzung des Arbeitgeberanteils, halten aber eine vollständige Entkopplung der Gesundheitsvorsorge von den Lohnkosten für zweckmäßiger. Laut IW senken steigende Versicherungsbeiträge die Jobchancen vor allem von Arbeitnehmern mit geringer Produktivität.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 27.08.2010, 11:37 UhrAnonymer Benutzer: Walter Micke

    Gesundheitsreform

    Jeder Zwanzigjährige kriegt heute
    betablocker zu schlucken ohne das
    ihm gesagt wird, dass blutdruck
    senkende Tabletten bewirken, dass
    „Mann nicht mehr kann, wenn er will!“

    Den blutdruck hat die Natur gemacht,
    damit jeder weiß, dass seine Durchblutung
    gestört ist, die er dann beseitigen muss.
    Darum kann man den blutdruck auch nicht
    senken, solange die Ursache nicht erkannt
    und beseitigt ist.

    Weil ich chronische Nebenhöhlen Entzündung hatte,
    hatte ich zu hohen blutdruck. Das hat aber keinen der
    Ärzte, die ich seit l980 aufgesucht habe, interessiert!
    Die haben mir alle nur Tabletten verschrieben, um
    meinen blutdruck zu senken, bis es eines Tages
    fast zu spät gewesen wäre.

    Die Entzündung hatte mein blut so vergiftet, dass ich
    gelähmt war und mich nicht mehr bewegen konnte.
    Der Notarzt ließ mich in ein Krankenhaus einweisen
    und obwohl die Ärzte wussten, dass ich eine Entzündung
    habe, haben die mir auch wieder nur Tabletten gegeben,
    um den blutdruck zu senken.

    ich hätte nur wissen müssen, dass ich mir Honig in die Nase
    träufeln muss, um meine Nebenhöhlenentzündung zu
    beseitigen. Stattdessen habe ich Tabletten eingenommen und
    unter den Nebenwirkungen gelitten

    Die Nebenhöhlen Entzündung, die meine Schleimhaut
    vertrocknet hat, versuche ich wieder zu durchbluten,
    indem ich Honig-Milch trinke und eine Nasen-Dusche
    benutze, die mit Honig-Wasser gefüllt ist.

    Wenn die drei HNO-Ärzte nicht abgestritten hätten, dass
    das Jucken in meinen Gehörgängen von den Nebenhöhlen
    kommt, dann hätte ich den Schlaganfall auch nicht gehabt,
    den ich aufgrund der blutdrucktabletten hatte.

  • 26.08.2010, 22:46 UhrAnonymer Benutzer: RDA

    bisher haben die Schwankenden "Lohnnebenkosten" den Arbeitgebern tatsächlich einen Anreiz gegeben, an Effizienzsteigerungen im Gesundheitssystem mitzuwirken. Werden Arbeitgeber jetzt davon abgekoppelt, könnten die Gesundheitskosten stärker als bisher steigen. insbesondere die unheilvolle Mischung aus Über-, Unter- und Fehlversorgung im öffentlichen Gesundheitswesen dürfte sich weiter ausbreiten. Die Top-Leute werden es mit höheren Lohnforderungen quittieren. Mir tun nur die "kleinen" Leute leid, die entsprechende Lohnforderungen nicht durchsetzen können und damit weitere Nettoeinkommensverluste haben.

  • 14.08.2010, 18:11 UhrAnonymer Benutzer: wiwowast

    jahrzehntelang hatte das Solidaritätssystem zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern funktioniert.
    Die Entkopplung der Gesundheitsvorsorge von den Lohnkosten ist längst im Gange, wenn auch noch schleichend. Zuzahlungen bei Arztbesuchen und Medikamenten, nur noch geringe Almosen der Kassen zu brillen oder Zahnbehandlungen und jetzt auch noch die Zuzahlungen müssen die Mitglieder allein selber berappen.
    Liebe Arbeitgeber,
    wenn ihr immer nur gegen eure eigenen Mitarbeiter agiert, müsst ihr euch nicht wundern, wenn diese sich auch gegen euch wenden.
    Ob das für beide Seiten profitabel ist, überlasse ich eurer intelligenz.

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