„Nach unseren Berechnung müssten dazu sechs bis sieben Krankenkassen in der Lage sein", sagte BVA-Chef Josef Hecken der WirtschaftsWoche. Von diesen Sonderausschüttungen würden zwei bis drei Millionen Versicherte profitieren.
Mit der Einführung des Gesundheitsfonds Anfang des Jahres gilt zwar für alle gesetzlichen Kassen ein Einheitsbeitragsatz von 15,5 Prozent. Kassen, die gut wirtschaften, haben jedoch die Möglichkeit, Geld an ihre Kunden zurückzuzahlen.
Eine gesetzliche Krankenversicherung, die IKK Südwest, zahlt bereits Prämien aus: Seit April erhalten die 500.000 Versicherten pro Quartal einen Scheck über 25 Euro. Eine weitere Kasse, die HKK Bremen, verspricht ihren gut 300.000 Versicherten, im Januar 2010 eine Prämie über 60 Euro rückwirkend für 2009 gutzuschreiben.
Umgekehrt müssen Krankenversicherungen, die nicht mit ihren Finanzmitteln auskommen, Zusatzbeiträge erheben. Das BVA hatte Ende April bekannt gegeben, es gehe davon aus, dass 16 Kassen dies zur Jahresmitte tun würden. Mittlerweile jedoch sind laut Hecken nur noch vier bis fünf Kassen betroffen. Alle anderen hätten entweder ihre Personal- und Sachkosten gesenkt oder befänden sich in Fusionsgesprächen, so Hecken. Namen nannte der BVA-Chef nicht.
Die großen Kassen Barmer, AOK, TK und DAK haben Zusatzbeiträge in Medienberichten zufolge bereits ausgeschlossen.










