
BerlinDeutschland steht bislang mit insgesamt 33,3 Milliarden Euro für die Stabilisierung pleitebedrohter Euro-Staaten gerade. Dies geht aus dem vierteljährlichen Gewährleistungsbericht des Finanzministeriums an den Bundestags-Haushaltsausschuss hervor.
Danach summieren sich die ausgezahlten Kredite des Europäischen Rettungsschirms EFSF für Griechenland, Portugal und Irland auf insgesamt 70,9 Milliarden Euro - mehr als die Hälfte davon floss nach Athen. 132,4 Milliarden Euro für die Länder stehen noch aus. Die EFSF-Kredite werden durch Garantien der Euro-Länder von bislang 117,8 Milliarden Euro abgesichert. Der deutsche Anteil von 33,3 Milliarden Euro orientiert sich am Verteilungsschlüssel für das Grundkapital der Europäischen Zentralbank (EZB).
Die deutsche Gewährleistung für Irland beläuft sich auf insgesamt 8,3 Milliarden Euro - davon wurden bereits 4,3 Milliarden Euro belegt. Deutschland steht für das ebenfalls unter den Rettungsschirm geschlüpfte Portugal mit insgesamt 12,2 Milliarden Euro gerade - davon wurden bereits 4,5 Milliarden Euro geleistet. Den mit Abstand dicksten Brocken macht jedoch die Gewährleistung für Griechenland im Umfang von 67,8 Milliarden Euro aus. Davon sind 17,3 Milliarden Euro belegt worden, weitere 50,4 Milliarden Euro sollen noch folgen.
Der EFSF verfügt über ein maximales Ausleihvolumen von 440 Milliarden Euro. Davon sind derzeit Mittel in Höhe von rund 190 Milliarden Euro für die Rettungshilfen an Irland, Portugal und Griechenland gebunden. Bevor die Finanzhilfen ausbezahlt werden können, muss die Troika aus EZB, IWF und EU-Kommission jeweils grünes Licht geben. Sie wacht über die Einhaltung der an die Finanzhilfen für die Schuldenländer gekoppelten Auflagen.















