Gewalt gegen neue Partei: Angriff auf die AfD

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Gewalt gegen neue Partei: Angriff auf die AfD

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Mit markanten Worten zieht die "Alternative für Deutschland" in den Wahlkampf.

von Tim Rahmann

Linksextreme haben einen Wahlkampfauftritt der „Alternative für Deutschland“ attackiert. Parteimitglieder wurden mit Pfefferspray attackiert, Bernd Lucke von der Bühne gestoßen.

Der Parteichef der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, ist am Samstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Bremen angegriffen worden. Nach Angaben der Polizei blieb er unverletzt. Der Vorfall ereignete sich am Samstagnachmittag bei einer Veranstaltung der eurokritischen Partei auf der Waldbühne im Bremer Bürgerpark. Acht vermummte und vermutlich dem linksextremen Lager zuzuordnende Angreifer hätten während einer Rede Luckes die Bühne gestürmt, sagte eine Polizeisprecherin.

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„Wir sind schockiert“, sagt Antonia Hanne vom AfD-Landesverband Bremen im Gespräch mit WirtschaftsWoche Online. Die Stimmung sei bestens gewesen, als plötzlich ein Mann auf die Bühne stürmte, Lucke das Mikrofon entriss und ihn von der Bühne stieß. „Ich bin zur Bühne gerannt und habe Bernd Lucke aufgeholfen, als weitere Angreifer hinter den Bäumen hervorkamen und mit Pfefferspray in die Menge sprühten“, berichtet Hanne.

Die Polizei bestätigt, dass die Angreifer mit Reizgas bewaffnet waren. Mehrere Menschen mussten behandelt werden. Laut Antonia Hanne hätte mehrere Beamte die Veranstaltung beschützt, seien aber von der Attacke in dem uneinsichtigen Park überrascht worden. Die Polizei geht davon aus, dass sich bis zu 20 Angreifer „in den Büschen versteckt“ hatten. Drei Angreifer wurden bei der Verfolgungsjagd, an der sich neben Polizisten auch Parteifreunde Luckes beteiligten, festgenommen. Erst nach längerer Pause wurde die Veranstaltung unter massivem Polizeischutz fortgesetzt.

Fakten zur Anti-Euro-Bewegung „Alternative für Deutschland“ (AfD)

  • Parteigründer

    Zum Parteivorstand gehören neben dem Hamburger Wirtschaftsprofessor Bernd Lucke unter anderem der langjährige FAZ-Feuilletonist Konrad Adam und der ehemalige hessische Staatssekretär Alexander Gauland.

  • Nein zum Euro

    Die AfD fordert die Auflösung des Euro-Währungsgebietes und die Wiedereinführung nationaler Währungen.

  • Knapp gescheitert bei der Bundestagswahl

    Zur Bundestagswahl im September ist die neugegründete Partei erstmals angetreten. Sie erreichte 4,7 Prozent der Zweitstimmen. Zum Einzug ins Parlament fehlten ihr nur rund 130.000 Stimmen.

  • Europa-Wahl

    Bei der Europawahl am 25. Mai 2014 erreicht die AfD in Deutschland 7,0 Prozent der Wählerstimmen. Damit stellt sie zum Beispiel die FDP klar in den Schatten, die lediglich auf 3,4 Prozent der Wählerstimmen kommt.


„Bernd Lucke wollte nach dem Angriff weitersprechen“, sagt Hanne. „Wir lassen uns von den Chaoten nicht stoppen.“ Dennoch: Eine Grenze ist längst überschritten. In den vergangenen Tagen und Wochen sind des Öfteren Wahlkampfveranstaltungen der AfD gestört worden. Die Demonstranten kommen aus dem linken Lager und werfen der Partei Rassismus vor.

Die neue Partei sei wie „ein Staubsauger für alles, was sich am rechten Rand der CDU und rechts davon tummelt“, sagen selbst Spitzenfunktionäre wie Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck.

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