Gewerkschaft: IG Metall für den Arbeitskampf gerüstet

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Bertin Eichler

von Bert Losse

Die IG Metall steht finanziell so gut da wie noch nie. 2011 stiegen die Beitragseinnahmen um 17 Millionen auf knapp 459 Millionen Euro, sagte das für Finanzen zuständige Vorstandsmitglied Bertin Eichler.

„Das ist der höchste Wert aller Zeiten. Wir haben einen Überschuss von mehr als zehn Millionen Euro nach Rückstellungen erwirtschaftet. Auch das hat es zuvor noch nie gegeben.“ Dieses Jahr erwartet Eichler noch bessere Zahlen. „2012 rechnen wir mit einem weiteren Anstieg der Einnahmen auf rund 464 Millionen. Und das ist bereits eine konservative Planung. Wenn alles gut läuft, könnten wir noch besser abschneiden.“

Damit sieht Eichler die IG Metall optimal gerüstet für die bevorstehenden Tarifverhandlungen. „Die Streikkasse ist so gut gefüllt, dass die Arbeitgeber in der anstehenden Tarifrunde nicht darauf hoffen sollten, dass der IG Metall finanziell die Puste ausgeht. Am Geld wird ein Arbeitskampf mit Sicherheit nicht scheitern.“ Um den positiven Trend bei der Mitgliederentwicklung aufrecht zu erhalten, werde die Gewerkschaft künftig mehr Geld in die Mitgliederakquise stecken. Allein für eine stärkere Präsenz der IG Metall an Hochschulen wolle er in den kommenden vier Jahren 4,3 Millionen Euro zur Verfügung stellen, sagte Eichler der WirtschaftsWoche.

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Angesichts der hohen Rücklagen betreibt die IG Metall inzwischen in professionelles Vermögensmanagement und hat dafür sieben Fondsmanager angestellt. „Unsere mittel- und langfristige Zielrendite liegt bei vier bis fünf Prozent. 2010 haben wir das geschafft, 2011 gab es angesichts der Turbulenzen an den Börsen und Finanzmärkten eine schwarze Null. Ich behaupte: Im Eigenhandel ist unsere Performance unter dem Strich besser als die vieler Banken“, so Eichler.

Die gute Finanzlage der Gewerkschaft will die IG Metall auch nutzen, um die Idee von Gewerkschaftshäusern wieder aufleben zu lassen. „Die Einzelgewerkschaften müssen in der Fläche wieder stärker unter ein Dach, das ist gut für die Außenwirkung“, betont Eichler. „Die IG Metall wird daher die Idee der Gewerkschaftshäuser revitalisieren und neue Gebäude an strategisch interessanten Standorten bauen oder kaufen. Dort können sich andere Gewerkschaften und der DGB einmieten. 2012 planen wir fünf Objekte: in Essen, Münster, Freiburg, Landshut und Heidenheim.“

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