Gewerkschaftsforderung: 2000 neue Fahnder zur Kontrolle des Mindestlohnes

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Die Zoll- und Finanzgewerkschaft will mehr Fahnder um die Einhaltung des Mindestlohns zu überwachen.

von Max Haerder

Die Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft fordert die Einstellung von mindestens 2000 neuen Fahndern, um ab dem nächsten Jahr die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns kontrollieren zu können.

„Wir halten 2000 neue Kollegen für das Mindeste“, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft, Dieter Dewes, der WirtschaftsWoche. Dabei hat Dewes die große Sorge, dass der Bundestag zu viele Ausnahmeregelungen einführt, was die Kontrolle des Mindestlohns dann noch erschweren werde. „Je mehr Sonderregeln es geben wird, desto aufwendiger und komplizierter wird die Kontrolle“, warnt Dewes.

„Schon heute sind wir mit einer Vielzahl undurchsichtiger Abrechnungssysteme konfrontiert. Wenn der Bundestag nicht für die nötige gesetzliche Transparenz sorgt, kann der Mindestlohn leicht umgangen werden“, erklärt der Gewerkschafter. Zwar ist sich die Bundesregierung im Klaren, dass die Zollverwaltung mehr Personal braucht, um die Einhaltung des Mindestlohnes zu überwachen. Allerdings kursiert im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags die Zahl von allenfalls 1600 neuen Stellen, die für 2015 bewilligt werden sollen, erfuhr die WirtschaftsWoche aus Koalitionskreisen.

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