GfK-Konsumklima: Konjunktursorgen und Flüchtlingskrise dämpfen Konsumlaune

GfK-Konsumklima: Konjunktursorgen und Flüchtlingskrise dämpfen Konsumlaune

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Die Flüchtlingskrise verunsichert deutsche Verbraucher.

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat zum zweiten Mal in Folge einen Dämpfer erlitten. Konsumforscher führen das auch auf den Zustrom von Flüchtlingen sowie die Krisenherde im Nahen Osten zurück.

Schlechte Stimmung bei den deutschen Verbrauchern: Sorgen über die Weltwirtschaft und die Folgen des Flüchtlingszustroms in Europa trüben einer Umfrage zufolge die Kauflaune in Deutschland. Das Barometer für das Konsumklima im Oktober fällt unerwartet deutlich auf 9,6 Punkte von 9,9 Zählern im September, wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Donnerstag zu ihrer Umfrage unter rund 2000 Verbrauchern mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit Februar. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang auf 9,8 Punkte gerechnet. Laut GfK-Experte Rolf Bürkl verunsichern internationale Krisenherde wie die Ukraine und der Nahe Osten die Verbraucher.

Falls der Zustrom an Flüchtlingen aus Syrien und anderen Krisenstaaten in der bisherigen Größenordnung anhalte, dürfte dies die Erwartungen der Bürger an die Wirtschaftsentwicklung weiter negativ beeinflussen, meint Bürkl.

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Die Anzahl der Deutschen, die mit steigender Arbeitslosigkeit rechnen, habe seit August deutlich zugenommen: "Die Entwicklung der Zahlen legt die Vermutung sehr nahe, dass die Flüchtlingskrise mit dazu beiträgt, dass sich die Verbraucherstimmung etwas gedämpft zeigt." Diese These kann der Nürnberger Forscher jedoch nicht mit harten Fakten belegen. Aus einer Umfrage im Auftrag der ARD geht hervor, dass die meisten Deutschen weiterhin keine Angst vor zu vielen Flüchtlingen haben.

Die Bürger schätzen laut GfK die Einkommensaussichten skeptischer ein. Dies liegt nach Ansicht der Forscher auch an eingetrübten Konjunkturaussichten. Konjunkturell schwächelnde Schwellenländer wie China, Brasilien oder auch Russland dürften künftig die Exportaussichten deutscher Unternehmen schmälern. Zudem lässt die Bereitschaft der Verbraucher zum Kauf von Autos und anderen teuren Gütern nach: Das Barometer bleibt laut GfK dennoch auf überaus hohem Niveau.

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