Griechenland-Krise: Brüderle verärgert über Deutsche-Bank-Chef

Griechenland-Krise: Brüderle verärgert über Deutsche-Bank-Chef

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Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle

von Matthias Kamp

Die Äußerungen von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, Griechenland könne seine Schulden möglicherweise nicht zurückzahlen, sorgen bei Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle für erhebliche Irritationen.

„Ich finde die Äußerungen merkwürdig, überraschend und ärgerlich“, sagte der FDP-Minister heute am Rande der Asien-Pazifik-Konferenz der deutschen Wirtschaft in Singapur gegenüber der WirtschaftsWoche.

Ackermann hatte am Donnerstag in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“ Zweifel an der Zahlungsfähigkeit Griechenlands geäußert. „Ob Griechenland über die Zeit wirklich in der Lage ist, diese Leistungskraft aufzubringen, das wage ich zu bezweifeln“, hatte Ackermann in dem Interview erklärt.

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"Der Zeitpunkt war ungewöhnlich"

Vor allem der Zeitpunkt der Ackermann-Äußerungen, wenige Tage nach Bekanntgabe des Rettungsschirms für angeschlagene Euro-Staaten, ärgert Brüderle. „Zu dem Zeitpunkt, wo die Debatte so offen geführt wird, ist eine so starke Bewertung über die Fernsehanstalten nicht hilfreich“, sagte Brüderle. Zwar müssten deutsche Spitzenbanker und die Bundesregierung nicht mit einer Stimme sprechen, fügte der FDP-Minister hinzu, „aber der Zeitpunkt war ungewöhnlich.“

Außerdem hätten derartige Aussagen auch immer Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Am Tag nach Ackermanns Äußerungen im ZDF waren die Aktienmärkte und der Euro-Kurs weiter gesunken. Brüderle: „Ich fand es schon ungewöhnlich, dass er mit einer solchen Bewertung so demonstrativ im ZDF aufgetreten ist.“

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