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Groenewold-Bürgschaft: Wulff wollte „Anschein von Nähe zu vermeiden“

Quelle: Handelsblatt Online

Als niedersächsischer Ministerpräsident soll Christian Wulff laut Medien Zurückhaltung bei Bürgschaften für seinen Freund David Groenewold gefordert haben. Dennoch sollen bereits 2007 indirekt Gelder geflossen sein.

Wulff steht seit Wochen in der Kritik. Quelle: dpa
Wulff steht seit Wochen in der Kritik. Quelle: dpa

MünchenChristian Wulff hat zu seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident Zeitungsinformationen zufolge Zurückhaltung bei Bürgschaften für seinen Freund David Groenewold gefordert. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) an ihrer Dienstagausgabe berichtet, ist ein Vermerk mit dem Titel „Landesbürgschaften für Unternehmen der Filmbranche“ vom 18. Mai 2009 aufgetaucht. Darauf habe Wulff in grüner Tinte notiert: „Bei allen Aktivitäten im Zusammenhang mit D. Groenewold bitte äußerste Zurückhaltung, um jeglichen Anschein von Nähe zu vermeiden. Hier müsste, wenn überhaupt, genau hingeschaut werden.“ Die Firma Waterfall Productions, an der Groenewolds Produktionsgesellschaft Odeon zu 50,1 Prozent beteiligt war, hatte der „Süddeutschen“ zufolge allerdings schon 2007 eine Landesbürgschaft in Höhe von vier Millionen Euro erhalten. Die vom Land Niedersachsen unterstützte Firma drehte nie einen Film und verschwand 2010 aus dem Handelsregister des Amtsgerichts Hannover. Die Finanzgarantie des Landes kam nicht zum Tragen.

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Wulff steht seit Wochen in der Kritik, vor allem wegen seiner Beziehungen zu reichen Unternehmern. Zuletzt sorgte ein Luxus-Kurzurlaub des ehemaligen CDU-Vize auf Sylt für Schlagzeilen, den anfangs Groenewold bezahlt hatte. Auch eine von der damaligen Wulff-Regierung in Niedersachsen gewährte Landesbürgschaft in Höhe von mehreren Millionen Euro an Groenewold hatte für Kritik gesorgt.

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