Gruppe der Geringverdiener: Arme Menschen verschmähen die Riester-Rente

Gruppe der Geringverdiener: Arme Menschen verschmähen die Riester-Rente

Die Riester-Rente soll dafür sorgen, dass Armut im Alter weniger stark ausgeprägt ist. Das Problem: Wenige arme Menschen haben einen Vertrag abgeschlossen.

Seit Jahren schon sinkt das Interesse an der Riester-Rente. Dem Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Postbank zufolge, wollen ihre private Altersvorsorge nicht mehr erweitern, die monatlich dafür angesparten Beträge sind in den vergangenen acht Jahren um fast zehn Prozent gesunken.

Neue Zahlen zeigen, dass 46,5 Prozent der Empfänger von staatlichen Riester-Zulagen ein Jahreseinkommen von weniger als 20.000 Euro erzielen. Das bedeutet in erster Linie, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt, dass die Hälfte der Geförderten stammt aus der Gruppe der Geringverdiener stammt. Außerdem zeigt sich daran aber auch, dass bis heute diejenigen nicht erreicht werden, für die mit hohen Förderquoten ein besonderer Anreiz zum Vorsorgesparen gesetzt werden sollen. Das trifft insbesondere auf die Menschen mit einem Einkommen unter 10.000 Euro zu. Dieser Anteil ist im Vergleich zu 2008 um vier Prozent auf 26,2 Prozent gefallen. „Die Ursachen hierfür könnte sowohl in der allgemeinen Lohnentwicklung als auch möglicherweise darin bestehen, dass die neu hinzugekommenen Zulagenempfänger über ein höheres Einkommen verfügen“, schreiben die Autoren einer Auswertung der Rentenversicherung Bund aus dem Dezember aus der die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zititert.

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Das heißt, dass die Riester-Förderung für Menschen mit mittlerem Einkommen attraktiver zu sein scheint als für Menschen mit weniger Einkommen. Es lässt sich allerdings nicht ableiten, wie weit verbreitet eigentlich die Verträge in der jeweiligen Einkommensgruppe sind. Es wird zunächst deutlich, so eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), dass 43 Prozent der Bevölkerung den untersten drei Einkommenskategorien angehören. Diese macht unter den Riester-Sparern aber nur 30 Prozent aus. Dabei gilt, dass in der untersten Gruppe die geringste Verbreitungsquote von 13 Prozent vorliegt, die in den beiden höheren Gruppen dann bei 19 und 23 Prozent steigt. Derzeit haben 15,5 Millionen Deutsche einen Riester-Vertrag.

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