Bild: dpaIn der ungarischen Radiosendung "180 Minuten" ließ sich der ungarische Premierminister zu einem Vergleich der Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Naziregime hinreißen. Ihre Politik gegenüber Ungarn gleiche der Besetzung Ungarns im Jahr 1944, sagte Viktor Orbán. "Die Deutschen haben schon einmal eine Kavallerie geschickt, und zwar in Form von Panzern", sagte er. "Unsere Bitte wäre, sie nicht noch mal zu schicken. Es war schon damals keine gute Idee, und es hat nicht funktioniert."
Mit solchen Äußerungen ist Orbán jedoch nicht alleine. Auch in Griechenland und Zypern ziehen die Menschen Vergleiche zwischen Hitler und Merkel.
Bild: dpaMit Plakaten und Spruchbändern protestieren auf Zypern Hunderte gegen die Zwangsabgabe auf Bankguthaben. Dass Deutschland den Deal in dieser Form nicht vorgeschlagen hat, sondern Zyperns Präsident Nikos Anastasiades wird geflissentliche außer Acht gelassen. Anstelle des zyprischen Präsidenten...
Bild: rtr... steht die Bundeskanzlerin im Zentrum der Kritik. "Merkel, du hast unser Erspartes gestohlen", heißt es auf diesem Plakat.
Bild: APEin Banner, auf dem Merkel und Zyperns Präsident Nikos Anastasiades zu sehen sind, wird ebenfalls vom aufgeregten Mob gezeigt.
Bild: APDie Zyprer im Fadenkreuz der Deutschen? So jedenfalls sehen es einige Demonstranten in der Hauptstadt Nikosia.
Bild: dpaKeine Frage: Die Wut der Bürger konzentriert sich auf das neue Feindbild Deutschland. "Europa gehört den Bürgern, nicht Deutschland", steht auf diese Protestbanner. Vereinzelt...
Bild: rtr... wird aber auch Anastasiades auf die Schippe genommen und als Handlanger Angela Merkels karikiert.
Bild: dpaDer Fall Zypern zeigt erneut, wie sehr die Schuldenkrise die Atmosphäre in der Europäischen Union vergiftet hat.
Bild: AP"Ihr tötet uns", behaupten diese Demonstranten, die sich vor eine Polizeiabstellung gelegt haben.
Bild: AP"Hände weg von Zypern", heißt es auf diesem Plakat. Die Sorgen der Kleinsparer kann man teilen. Wahr ist aber auch, dass sich Zypern mit seinem Banken und einem unseriösen Geschäftsmodell selbst in Schieflage gebracht hat. Dennoch...
In der ungarischen Radiosendung "180 Minuten" ließ sich der ungarische Premierminister zu einem Vergleich der Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Naziregime hinreißen. Ihre Politik gegenüber Ungarn gleiche der Besetzung Ungarns im Jahr 1944, sagte Viktor Orbán. "Die Deutschen haben schon einmal eine Kavallerie geschickt, und zwar in Form von Panzern", sagte er. "Unsere Bitte wäre, sie nicht noch mal zu schicken. Es war schon damals keine gute Idee, und es hat nicht funktioniert."
Mit solchen Äußerungen ist Orbán jedoch nicht alleine. Auch in Griechenland und Zypern ziehen die Menschen Vergleiche zwischen Hitler und Merkel.
Erstmals meldet sich in der Euro-Debatte jetzt auch das deutsche Handwerk zu Wort. Sein Zentralverband appelliert an die Bundesregierung, für die Rettung nicht jeden Preis zu zahlen.
"Die Stabilisierung der Währungsunion ist kein Ziel an sich, das ungeachtet aller damit verbundenen Kosten verfolgt werden kann und darf", schreibt Verbandspräsident Otto Kentzler in einem Positionspapier, das dem "Handelsblatt" vorliegt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte vor kurzem erst mit Frankreichs Präsident François Hollande und dann mit Italiens Ministerpräsident Mario Monti versprochen, alles zu tun, um den Euro zu retten. Notenbankchef Mario Draghi hatte ebenfalls zugesagt, die EZB werde innerhalb ihres Mandates alles tun, um den Euro zu erhalten.
Handwerkspräsident Kentzler, der rund eine Million Betriebe und fünf Millionen Beschäftigte in Deutschland vertritt, warnt dagegen vor solchen Versprechen: "Die Kosten dürfen keinesfalls größer werden als der Nutzen." Sonst drohe die Zustimmung der Bürger zu schwinden.
Das Handwerk kann sich durch eine aktuelle Umfrage, die von der ARD durchgeführt wurde, bestätigt sehen, wenn es davor warnt, die Hilfszusagen Deutschlands überzustrapazieren. Aus Sicht der meisten Deutschen steht danach Kanzlerin Merkel die Feuerprobe noch bevor: 84 Prozent denken laut dem Deutschland-Trend, dass der schlimmste Teil der Euro-Krise erst noch kommt.
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