Hauptstadtflughafen: Warum die Entrauchungsanlage für den BER so wichtig ist

Hauptstadtflughafen: Warum die Entrauchungsanlage für den BER so wichtig ist

, aktualisiert 06. Oktober 2016, 17:40 Uhr
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Nächster Schritt erledigt: Die Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald gab am Donnerstag grünes Licht zur Fertigstellung der Entrauchungsanlage.

von Silke KerstingQuelle:Handelsblatt Online

Aufatmen am künftigen Hauptstadtflughafen BER: Die erste dringend erwartete Genehmigung zum Umbau der Entrauchungsanlage wurde am Donnerstag erteilt. Ist der Start im zweiten Halbjahr 2017 möglich?

BerlinDer Mann neigt zu flapsigen Sprüchen. „Ich kann Ihnen sagen, worauf ich gerade warte: auf einen Stempel vom Bauordnungsamt“, schrieb der Chef der Berliner Flughäfen, Karsten Mühlenfeld, in seinem jüngsten „Politikbrief“, in dem er regelmäßig Einblicke in die bauliche Fertigstellung des BER gibt. Die Flughafengesellschaft habe alle Unterlagen inklusive der noch offenen Nachreichungen zum 5. Nachtrag zur Baugenehmigung für das Terminal eingereicht, heißt es in dem Bericht vom Dienstag. Er gehe davon aus, zeitnah eine Rückmeldung zu erhalten.

Die bekam er am heutigen Donnerstag – einen Tag vor der nächsten Sitzung des Aufsichtsrats. Die Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald gab heute grünes Licht zur Fertigstellung der Entrauchungsanlage. Baudezernent Chris Halecker händigte die Baugenehmigung am Nachmittag in Königs Wusterhausen an Flughafenchef Mühlenfeld aus.

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Damit sei die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH in die Lage versetzt, die Entrauchungsanlage fertig zu stellen und die erforderlichen Prüfläufe zu starten, heißt es in einer Mitteilung der Bauaufsichtsbehörde. Man sei froh, „dass das zähe Ringen um genehmigungsfähige Unterlagen und die zeitaufwendige Prüfung endlich vorüber sind“.

Den Mitarbeitern der Behörde bleibt jedoch nicht viel Zeit zum Durchatmen: Für Anfang November habe der Flughafen einen umfangreichen Austausch der bereits vorliegenden Antragsunterlagen für den 6. Nachtrag angekündigt. Damit sollen all die in den vergangenen Jahren erkannten Möglichkeiten zur baulichen Optimierung beantragt werden, um endgültig die Voraussetzungen für die Inbetriebnahme zu schaffen. „Wann diese sein wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorhergesagt werden. Dafür sind noch die begonnenen Planungen abzuschließen, der Rest an Bauleistungen abzuarbeiten und eine Vielzahl von Prüfungen durch die Sachverständigen durchzuführen“, so die Bauaufsichtsbehörde. Erst nach Abschluss dieser Maßnahmen könne der Probebetrieb starten.

Am Freitag tagt der Aufsichtsrat des Flughafens. Mühlenfeld ist optimistisch, den BER im zweiten Halbjahr 2017 in Betrieb zu nehmen, will aber entgegen ursprünglicher Erwartungen auf der anstehenden Sitzung dem Gremium keinen konkreten Eröffnungstermin vorschlagen. Der Zeitplan für die Eröffnung des BER steht seit Monaten unter Druck. Doch der Ingenieur weiß, erst wenn auch die Genehmigung zum 6. Nachtrag vorliegt, ist klar, „was gegebenenfalls zusätzlich noch gebaut werden muss“. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es damit leider noch zu früh, um einen genauen Termin für den ersten Flug vom BER-Terminal festzulegen, so Mühlenfeld. "Ich bitte Sie noch um ein wenig Geduld.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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