Herstellungsfehler: Bundeswehr hat neue Probleme mit Eurofighter

Herstellungsfehler: Bundeswehr hat neue Probleme mit Eurofighter

, aktualisiert 01. Oktober 2014, 11:50 Uhr
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Die Probleme beim Eurofighter weiten sich aus

Die Pannen beim Eurofighter nehmen kein Ende: Laut einem Medienbericht gibt es Herstellungsfehler am Rumpf-Hinterteil. Die Flugzeiten sollen deshalb halbiert werden.

Die Bundeswehr sieht sich einem Medienbericht zufolge mit neuen Problemen beim Kampfflieger Eurofighter konfrontiert. Nach Informationen von "Spiegel Online" warnte der Eurofighter-Hersteller, dass am Rumpf-Hinterteil des Jets "Herstellungsfehler an einer großen Zahl von Bohrungen" entdeckt worden seien.

Die Mängel an unzureichend abgeschliffenen scharfen Kanten könnten möglicherweise zur Instabilität des Flugzeugs führen. Daher habe das Unternehmen allen Abnehmerländern geraten, den Eurofighter weniger als bisher einzusetzen und die jährliche Flugzeit auf 1500 Stunden zu halbieren.

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Eurofighter in Zahlen

  • Abmessungen

    Länge: 15,96 m
    Höhe: 5,28 m
    Spannweite: 10,95 m

  • Gewicht

    Leergewicht: 11.000 kg
    Startgewicht: max. 23.500 kg
    maximale Zuladung: 7500 kg

  • Leistung

    Nachbrennerschub: 2 x 90 kN
    Höchstgeschwindigkeit: Mach 2,35
    Startstrecke: < 700 m
    Landestrecke: < 600 m

  • In der Bundeswehr

    Von den 109 Eurofightern der Bundeswehr können derzeit nur 42 eingesetzt werden. Die Bundeswehr stoppte am 1. Oktober 2014 die Abnahme von neuen Eurofighter-Jets, nachdem Mängel am Rumpf bekannt wurden.

Wegen des Mangels habe die Bundeswehr die Abnahme von neuen Eurofighter-Jets gestoppt, hieß es in dem Bericht am Mittwoch unter Berufung auf ein Schreiben von Verteidigungsstaatssekretär Ralf Brauksiepe an den Haushaltsausschuss. Für die Flugsicherheit der deutschen Eurofighter bestehe bisher allerdings keine Gefahr.

Eurofighter erreicht 1500 Stunden nicht

Der Einsatzbetrieb der Kampfflugzeuge sei "weiterhin sichergestellt". „Das hat zunächst keine Auswirkungen auf Einsatz und Ausbildung“, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch in Berlin. „Wir kommen mit den Maschinen in absehbarer Zeit nicht an die 1500 Stunden heran“, erklärte der Ministeriumssprecher. Damit habe die Industrie ausreichend Zeit, um die Probleme zu überprüfen und beheben.

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Hergestellt wird der Kampfjet von Airbus sowie BAE Systems und Alenia Aermacchi. Der sogenannte Buchbestand der Bundeswehr an „Eurofightern“ liegt bei 109. Unabhängig von diesen neuen Problemen war in der vergangenen Woche bekannt geworden, dass davon zurzeit theoretisch 74 verfügbar, aber nur 42 einsatzbereit sind. Die gravierenden Ausrüstungsmängel und Pannen in der Bundeswehr haben heftige Debatten ausgelöst und belasten die schwarz-rote Regierungskoalition.

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