Hessen-Wahl: Tragiker Koch: Macht er den Eichel?

KommentarHessen-Wahl: Tragiker Koch: Macht er den Eichel?

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Christian Ramthun

Die Hessen-Wahl hat einen tragischen Hauptdarsteller, den alten, neuen (und künftigen?) Ministerpräsidenten Roland Koch. Ein Kommentar von WirtschaftsWoche-Redakteur Christian Ramthun.

Im Land des weiß-rot-gestreiften Löwen gibt es die Sieger FDP und Grüne, es gibt die Verlierer SPD und Linke, und es gibt eine tragische Hauptfigur: Roland Koch.

Der CDU-Landeschef kann zwar nun als Ministerpräsident weiterregieren dank massiver Zugewinne der Liberalen. Die bürgerliche Koalition verfügt sogar über eine satte Mehrheit im Wiesbadener Parlament. Und doch hat Koch am Sonntag mit der CDU an absoluten Stimmen verloren, hat sich das Wahlvolk nach der schweren Schlappe vor einem Jahr noch weiter von ihm abgewendet.

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Für einen Politiker, der im vorigen Jahr durch die Hölle gegangen ist und Demut gelernt hat, ist das ein bedenkliches Ergebnis. Koch ist nicht der Phönix aus der Asche. Kochs Volte im Wahlkampf hat ihm nicht wieder das Vertrauen der Hessen beschert. Kochs Zukunft liegt nicht mehr in Hessen.

Bleibt die Frage: Wo liegt Kochs Zukunft?

Bleibt er in der Politik, und das ist bei einem Vollblüter seines Schlages zu erwarten, dann spülen ihn die Ereignisse in absehbarer Zeit nach Berlin.

Dort wollte Koch schon immer große Politik machen, siehe Erbschaftsteuer. Es fügt sich zudem, dass Friedrich Merz im Herbst aus dem Bundestag ausscheidet. Und kein Politiker ist weit und breit erkennbar, der mit ähnlicher fachlicher Kompetenz und rhetorischer Brillanz dessen Lücke zu füllen in der Lage wäre. Mit einer Ausnahme: Roland Koch.

Er ist ein glänzender Redner, er ist kompetent.

Wo Koch noch nachjustieren müsste, ist sein marktwirtschaftlicher Kompass. Übrigens: Kochs Vorgänger ging auch nach Berlin, Hans Eichel wurde Bundesfinanzminister.

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