Hilfe für Flüchtlinge: Innenminister fördert Online-Spendenportal

Hilfe für Flüchtlinge: Innenminister fördert Online-Spendenportal

, aktualisiert 21. Januar 2016, 18:44 Uhr
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Über das neue digitale Portal "zusammen-für-flüchtlinge.de" werden Spenden für soziale Projekte gesammelt.

Tausende Menschen in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich für Flüchtlinge. Um Spenden für soziale Projekte einfacher sammeln zu können, fördert der Bundesinnenminister jetzt ein Online-Spendenportal.

Ein neues Online-Spendenportal zur Flüchtlingshilfe bündelt verschiedene soziale Projekte und soll so das Spenden erleichtern. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) stellte das Portal zusammen-für-flüchtlinge.de am Donnerstag in Berlin vor. Es sei ein Platz, an dem mit kleinem Geld und kleinem Engagement Großes bewirkt werden könne, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Berlin.

Das neue Portal gehört zur gemeinnützigen Spendenplattform betterplace.org, die sozialen Projekten hilft, im Internet Spenden zu sammeln. Das Innenministerium fördert es mit 450 000 Euro. Zusammen-für-flüchtlinge.de ist bereits Ende vergangenen Jahres online gegangen und bietet für über 250 Projekte eine Bühne. „Wir wollen das, was die engagierten Menschen tun, sichtbar und greifbar machen“, erklärte Christian Kraus, Vorstandsmitglied von betterplace.org.

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Eines der über 250 Projekte ist „50 Zimmer für geflüchtete Menschen!“ von der Initiative „Flüchtlinge Willkommen“. „Wir sind gegen Massenunterkünfte, weil wir glauben, dass Geflüchtete dort ausgegrenzt und stigmatisiert werden“, sagte Sophie Mirow von der Initiative. Deshalb vermittelt die Initiative privaten Wohnraum - etwa in Wohngemeinschaften oder bei Familien - an Flüchtlinge. Mit einer Spende für das Projekt auf zusammen-für-flüchtlinge.de sollen 50 weitere Vermittlungen von Flüchtlingen realisiert werden. „Ich finde es schön, dass man dort direkt sehen kann, wie viel Geld noch fehlt“, sagte Mirow.

Diese Transparenz ist eine besondere Eigenschaft von betterplace.org. Bei jedem Projekt können Spender nachvollziehen, wie viel Geld bereits gespendet wurde und wie viel noch fehlt, um ein Projekt zu finanzieren. Für „50 Zimmer für geflüchtete Menschen!“ hatten am Donnerstagnachmittag bereits 79 Menschen gespendet, knapp 4000 Euro fehlen noch. Für alle Projekte sind bisher fast 2,8 Millionen Euro zusammengekommen.

So viel Geld bekommen Flüchtlinge in den europäischen Ländern

  • Platz 1: Dänemark

    800 Euro zahlt das Land im Monat pro Flüchtling. Die Summe muss allerdings versteuert werden.

    Quelle: EU-Kommission / Frontex, Stand: 18. September 2015

  • Platz 2: Zypern

    Die Spanne, die der Inselstaat für einen Asylbewerber zahlt, liegt zwischen 85 und 452 Euro pro Monat.

  • Platz 3: Norwegen

    400 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 4: Deutschland

    352 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 5: Frankreich

    330,30 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 6: Finnland

    zwischen 85 und 290 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 7: Belgien

    zwischen 176 und 276 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 8: Großbritannien

    232 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 9: Luxemburg

    225 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 10: Polen

    187 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 11: Schweden

    177 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 12: Lettland

    66 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 13: Bulgarien

    33,23 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 14: Niederlande

    20 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 15: Slowenien

    18 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 16: Slowakei

    12 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 17: Italien & Griechenland

    0 Euro pro Flüchtling / Monat.

Kraus glaubt, dass betterplace.org einen Nerv getroffen hat. Die Plattform sammelt nicht nur Spenden, sondern will die Projekte auch bei ihrer Arbeit unterstützen - sei es im Bereich Social Media oder Fundraising. „Betterplace ist hier ein erstklassiger digitaler Platz, das Ehrenamt zu organisieren“, lobte de Maizière die Plattform.

Er betonte außerdem, dass es aufgrund der finanziellen Förderung durch sein Ministerium keine inhaltlichen Vorgaben gebe, welche ehrenamtlichen Projekte bei zusammen-für-flüchtlinge.de aufgenommen werden. Dass viele von ihnen, wie etwa Initiativen für Sprachkurse oder warme Kleidung, eigentlich staatliche Aufgaben wären, glaubt der Minister nicht. „Stellen sie sich mal vor, wir wären zur Bewältigung aller Lebenslagen auf den Staat angewiesen? Ich möchte in einem solchen Staat nicht leben.“

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