Historiker Winkler: "Fehlendes Westfernsehen schuld an Pegida in Dresden"

exklusivHistoriker Winkler: "Fehlendes Westfernsehen schuld an Pegida in Dresden"

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Der große Erfolg der Pegida in Dresden lässt sich historisch erklären.

von Dieter Schnaas

Deutschlands bekanntester Historiker, Heinrich August Winkler, sieht im fehlenden Zugang zum Westfernsehen bis 1989 eine Ursache für den starken Pegida-Zulauf in Dresden.

"Das sogenannte 'Tal der Ahnungslosen'. Das wirkt bis heute nach", sagte Heinrich August Winkler der WirtschaftsWoche. Es sei kein Zufall, dass sich ausgerechnet dort eine zutiefst antiwestliche Bewegung formiert habe. Sie knüpfe an die Ressentiments und Vorbehalte der Deutschen gegenüber der westlichen Demokratie zu Beginn des 20. Jahrhunderts an. Dem Pluralismus der westlichen Zivilisation hielt man damals die Verherrlichung eines starken Staates entgegen.

Winklers Fazit: "An diese Denktradition, die ganz wesentlich zur Zerstörung der Weimarer Republik beigetragen hat, knüpfen die Initiatoren der Dresdner Demonstrationen an."

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