Historische Höchststände: Bundeswehr unterstützt Einsatzkräfte

Historische Höchststände: Bundeswehr unterstützt Einsatzkräfte

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Ein Auto ist auf einem Parkplatz in Rosenheim (Bayern) in der Nähe der Mangfall halb im Wasser versunken ist.

Die Hochwasserlage in weiten Teilen Süd- und Ostdeutschlands hat sich weiter verschärft. In Passau sind die Wasserstände in der Nacht erneut gestiegen. In Thüringen ist seit Sonntagabend die Bundeswehr im Einsatz.

50 Soldaten helfen in Bad Köstritz nahe Greiz bei der Deichsanierung, wie das Landeskommando am Montagmorgen mitteilte. Weitere 70 Soldaten sind seit der Nacht in Gera im Einsatz, um beim Sichern der Deiche zu helfen. Außerdem werden in der Werratalkaserne in Bad Salzungen Unterkünfte bereitgestellt.

„Wir rechnen damit, dass im Laufe des Tages an Inn und Donau die historischen Höchststände von 1954 erreicht werden“, sagte am Morgen ein Sprecher des Passauer Krisenstabs. Am Inn betrug der Wasserstand bereits 9,60 Meter, an der Donau 12 Meter. Die Passauer Altstadt und andere Teile des Zentrums der Dreiflüssestadt sind großflächig überspült. In der Altstadt musste der Strom abgestellt werden. Mehr 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Bayerischem Roten Kreuz (BRK) und Technischem Hilfswerk (THW) arbeiteten am Limit. Am Montagmorgen wurden 150 Soldaten der Bundeswehr zur Hochwasserhilfe in der Stadt erwartet. Am Mittag sollte der Krisenstab der Landesregierung zusammenkommen.

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Im Landkreis Nordsachsen ist die Hochwassersituation an der Mulde weiter kritisch. Die Pegel steigen weiter, sagte der Sprecher des Landkreises, Rayk Bergner, am Montagmorgen. Von den Werten des Hochwasser von 2002 sei man nicht mehr weit entfernt. Besonders betroffen ist laut Bergner die Stadt Eilenburg. Die gesamte Innenstadt wurde evakuiert. Rund 7 000 Menschen kamen unter anderem in Notquartieren unter.

In Grimma wurde laut den "Muldental Nachrichten" unterdessen die Innenstadt zwangsevakuiert. 2500 Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Schon vor elf Jahren hatte ein verheerendes Hochwasser die „Perle des Muldentals“ - so die Tourismusbranche - heimgesucht. Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) flog einen Tag später in die Schlammwüste. Grimma erhielt damals vom Staat, aber auch von Menschen aus ganz Deutschland viel Beistand. In Mittelsachsen bleiben Schulen und Kindergärten geschlossen. Abiturprüfungen wurden verschoben. Bei mehreren Tausend Einwohnern fiel der Strom aus.

Auch in Zwickau sei die Lage dramatisch, teilte das Deutsche Rote Kreuz am Sonntagabend mit. Rund 18 000 Menschen müssten unter Umständen das Stadtzentrum verlassen. In der Nacht stand eine endgültige Entscheidung darüber jedoch noch aus. Die Situation sei schlimmer als 2002, hieß es. Damals hatte ein verheerendes Hochwasser in großen Teilen des Freistaates gewaltige Schäden verursacht. Angespannt war die Lage auch in Chemnitz, wo an den Flüssen Chemnitz und Zwönitz die Alarmstufe 4 galt.

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