Kommentare zu: Exklusiv-Studie: Warum immer mehr Deutsche auswandern

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17 Kommentare
  • 21.06.2008, 21:33 UhrAnonymer Benutzer: Ulfert Rieger

    Leider fehlt die Angabe welche Altersgruppen und welche bildungsgruppen abwandern - das ist doch fast erheblicher als die blanke Gesamtzahl.

  • 22.06.2008, 02:27 UhrAnonymer Benutzer: Nicolas S. Hamburg

    Von Aufstieg einzelner kann man in der deutschen Wirtschaft, schon seit langem nicht mehr reden. Einstieg ja, aber Aufstieg gibt es hier lange nicht mehr. Deswegen zieht es immer mehr junge und qualifizierte Arbeitskräfte ins Ausland. Da kriegt man Chancen & wird wahrgenommen. Hier leider bei den veralterten & verkrusteten Wirtschafts - und Hiarchiestrukturen nicht. Zwar wird immer davon gesprochen doch wieviel qualifizierte Arbeitskräfte die letzten Jahre ins Ausland gegangen sind, aber das ist erst der Anfang. Wenn ich mir angucke wieviele an meiner Uni vorhaben zugehen, dann bin wirklich erschrocken wieviele es sind. Auch ist das ein sehr aktuelles Thema bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die kalte Progression, in naher Zukunft für 2 Rentner und die eigene Alters- und Krankenvorsorge aufkommen zu müssen, die geringen Aufstiegschancen, das pessimistische Klima, die z.T fehlende Annerkennung, die relativ geringen Gehälter, sowie der ungerechte & überhöhte Steuersatz machen das Land sehr unattraktiv. Junge Menschen sind dynamisch und wollen was erreichen, nur wenn man hier bei Großprojekten bis zu 20 Jahre braucht, die Gesellschaft sich weniger dynamisch entwickelt, sowie alles schlecht gemacht wird, dann sucht man sich das passende Umfeld woanders. Deswegen ist es kein Wunder, das immer mehr weg gehen und dies wird sich in den nächsten Jahr stark verstärken. Die CDU und FDP haben es erkannt, nur kriegen diese nie die Chancen, ihr können zu beweisen. Schade eigentlich

  • 22.06.2008, 13:13 UhrAnonymer Benutzer: KH R.Meyer

    Grund der Auswanderung ist sicherlich, qualifizierte Arbeitskräfte werden nicht dementsprechend vergütet, desweiteren Familien mit Kinder haben auf langer Sicht keine Perspektiven mehr. Die CDU & FDP haben es erkannt, nur leider kriegen diese nie die Chance, ihr können zu beweisen, Schade eigentlich. Also heißt es die Koffer packen,das ich auch getan habe am 02.06.07 Swadee krap

  • 25.06.2008, 13:24 UhrAnonymer Benutzer: SJS

    gepaart mit der Praxis, bei der Einwanderung darauf zu achten, dass die Hürde für Spezialisten möglichst hoch liegt, wird erst recht ein Schuh daraus. Das allmählich sichtbar werdende Konzept ist wohl, dass der Unterdurchschnitt als Stimmvieh bleiben soll, mit den spärlicher werdenden Sozialtransfers abgespeist wird, während die Politiker den beamten zeigen, wie Honecker's Traum wirklich geworden ist.

  • 25.06.2008, 16:41 UhrAnonymer Benutzer: MWF

    Endlich wird dieses Thema wieder in die Öffentlichkeit gebracht. Die Lobbies in diesem Land, die "Deutschland AG", aber vor allem die reformunwilligen/-unfähigen Politiker in diesem Land machen vieles kaputt. Wir haben inzwischen den real existierenden Sozialismus in Deutschland. (Das was die DDR nicht geschafft hat.) Es wird bis zum Erbrechen umverteilt (obwohl bereits seit Jahrzehnten bekannt ist, dass der Staat die mit Abstand schlechteste Umverteilungsmaschine ist), der Staat verschuldet sich immer weiter, es werden Wahlgeschenke gemacht, und das alles wird über höhere Steuern finanziert. Unsere bundesregierung ist ein marodes System, was nur noch das Ziel hat sich selbst zu erhalten (und die Möglichkeit dazu: Steuern). Es wird nicht auf innovative Lösungen und auf die Jugend gesetzt, sondern auf "Feuerwehraktionen" wo es gerade brennt. Schade! Wir werden demnächst auch auswandern! Die Politik bräuchte mehr Unternehmer-Typen ...

  • 26.06.2008, 19:44 UhrAnonymer Benutzer: VS

    Das Gras ist auch nicht immer gruener auf der anderen Seite - buerokratie und Steuern gibt es auch in Kanada, USA oder Thailand. Sicherlich gibt es in den "typischen" Auswanderungslaendern bessere Moeglichkeiten, nicht nur beruflicher Art, sondern auch in puncto Verwirklichung persoenlicher oder privater Ziele. Ein wesentlicher Punkt ist die Anerkennung und belohnung von Leistung in Laendern wie Kanada oder USA ohne Neid und Statusgehabe. Wer will, der kann - in Deutschland ist dies schwieriger geworden.
    Leider sind viele Deutsche doch (noch) sehr "sicherheitsfanatisch" und wenig risikobereit, so dass letztendlich nur ein bruchteil derjenigen auswandert, die mit dem Gedanken spielen und am liebsten Deutschland den Ruecken kehren moechten...
    ich verfolge das Spektakel aus der Ferne und wuensche viel Erfolg & Spass beim Auswandern.

  • 27.06.2008, 15:14 UhrAnonymer Benutzer: TR

    bin schon vor 10 Jahren ausgewandert und hab es nicht einen Tag lang bereut. Privat bin ich in meiner neuen Heimat gut integriert und war schon mit 32 im Vorstand eines großen Unternehmens in meiner neuen Heimat. Das ist etwas, was in Deutschland undenkbar wäre...

  • 27.06.2008, 16:25 UhrAnonymer Benutzer: Christoph

    Und wenn wir schon über kalte Progression diskuttieren oder dass Leistungsträger Deutschland verlassen, heißt das noch lange nicht das sie die deutsche Rentenversicherung verlassen.

    Hier gibt es bereits Abkommen für viele Länder:

    Für die EU/EWR-Staaten gilt das europäische Gemeinschaftsrecht, für die USA und z.b. israel Gemeinschaftsabkommen oder Staatsverträge. Damit sind schon einmal viele der Zielländer (ohne Südostasien) abgedeckt.

    Und jetzt um diese ganzen oberflächlichen Diskussionen hier abzuwürgen, die interessante Frage:

    Wie groß ist der Anteil der akademischen Auswanderer, die weiterhin in die Deutsche Rentenversicherung einzahlen?

    Signifikant oder marginal, und dann! aber auch nur dann kann man überhaupt anfangen zu lamentieren oder die Frage diskuttieren ob wir in 20 Jahren von 400 € Rente monatlich leben müssen.

    Die tausend anderen Determinanten die mit einzubeziehen sind. sind hier noch nicht einmal erwähnt.

    So sehr ich gerne selbst die Zustände in Deutschland polemisch diskutiere, wird es immer viele Abhängigkeiten geben, an die keiner denkt oder noch besser, die nicht kalkulierbar sind:

    Nur ein beispiel, vielleicht das entscheidende überhaupt auf der Welt für die nächsten 50 Jahre:
    Weltbevölkerungsprojektion für 2050

    Niedere Variante: 7,8 Mrd. Menschen

    Mittlere Variante: 9,2 Mrd. Menschen

    Hohe Variante: 10,8 Mrd. Menschen

    http://www.weltbevoelkerung.de/pdf/WPP2007_Grafiken.pdf

    Wenn mir dann mal irgendjemand die Frage definitiv beantworten kann und nicht anfängt zu stottern oder abzuwiegeln wie es in 20 Jahren aussieht, kann man gerne über die Leistungsfähigkeit der Deutschen Rentenversicherung im Jahr 2030 in Abhängigkeit der derzeitigen Auswanderungsflut von Leistungsträgern diskutieren.

  • 29.06.2008, 17:55 UhrAnonymer Benutzer: Andreas Müller

    Einige Zeit habe ich auch in Nordamerika gelebt. Die persönliche Freiheit und die berufliche Anerkennung sind um einiges größer, die Steuern sind auch ganz schön happig, dafür die Sozialabgaben niedriger. Alles Zusätzliche muss privat oder in meinem Fall betrieblich versichert werden, das aber extrem günstig und ohne Gesundheitsfragen. Sehr viel Arbeit bei mässigem Geld (teuere Stadt), aber viel Lob.

  • 08.07.2008, 01:16 UhrAnonymer Benutzer: Kei Ne Ahnung

    Sicher liegt vieles im Argen! Aber einfach auszuwandern ist auch ein Zeichen von typisch deutschem Egoismus. Es wird die hohe Steuer bemängelt. Aber die Hochqualifizierten haben auch bisher eine kostenlose Schulbildung (und Studium) genossen. Das ist nicht in allen Zielländern üblich. Wie wäre es da mal mit Rückzahlung? Von daher ist das Modell der Studiengebühren richtig. Auch wandern viele gern nach Kanada aus. Wenn dort das Öl alle ist, ist es dort mit dem Wohlstand vorbei. Dann ist auf einmal Kanada auch schlecht und wird als schlechter Staat beschimpft. Es wird dann halt woanders hingezogen. ich will nicht alle Auswanderer über einen Kamm scheren, aber rein moralisch ist das bei einigen sehr fragwürdig. Aber so ist das Leben.

    Deutschland ist schön, wo man gut arbeiten und leben kann. Es hat immer Abwanderungswellen aus Deutschland gegeben. Aber Deutschland ist nie untergegangen und wird es auch in Zukunft nicht. ich bleib da und versuch an den negativen Punkten Deutschlands was zu verändern. Zumindest versuch ich es.

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