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Kommentare zu: Bremen ist ärmer als Griechenland

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13 Kommentare
  • 06.10.2012, 10:37 UhrTunt

    "Bremen ist ärmer als Griechenland" – das stimmt natürlich nicht. Die Pro-Kopf-Einnahmen nach Länderfinanzausgleich und Bundesergänzungszuweisungen sind in Bremen deutlich höher als in den Zahlerländern Bayern oder Hessen. Bremen ist nicht arm, sondern gibt nur zuviel aus. Wir bedauern auch nicht den Millionär, der einen Rolls-Royce und eine Villa zuviel gekauft hat.

  • 06.10.2012, 11:07 Uhrbond

    warum schicken wir eigentlich nicht die Bundesländer in die Pleite. Jetzt müssen die armen Bayern und Baden Würtemberger alle anderen Länder mit finanzieren und dann Griechenland und Spanien. Wie soll das weiter gehen. Die Bayern müssen noch mehr schuften und am Ende wird das Geld über Berlin in die ganze Welt verteilt. Das ist unsozial. Als Steuerzahler sollte man sofort die Zahlungen an den Fiskus einstellen.

  • 06.10.2012, 11:43 Uhrtzzzz

    Bremen als "hoffnungslosen Fall" zu titulieren grenzt schon an Ruf-Schädigung und zeigt mal wieder, dass sich die WiWo zunehmend ans Bildniveua annähert. Sicher müssen Redaktuere auch für Aufmerksamkeit sorgen, aber sich durchaus auch über die Konsequenzen von dessen was sie tun, bewusst sein. Nämlich der politische Druck, das Bundesland abzuschaffen. Wer sich ein wenig näher mit der Stadt und dem Bundesland beschäftigt, wird feststellen, dass Bremen nicht arm ist, sondern, wie bereits mein Vorgänger schrieb, das Geld einfach nicht angebracht ausgibt. Und wie bereits Volkswirte zu sagen pflegen "Sparen heißt Konsumverzicht". Zu unterstellen, dass Bremen sparen muss, um die Schulden loszuwerden, ist Irrsinn, der alles nur noch schlimmer macht.

    Vielleicht wäre es angebracht, bevor so ein Schwachsinn geschrieben wird, dass ein klein wenig intensiver recherchiert wird. Dann würden Sie auch wissen, dass die Bremer Mentalität dadurch geprägt ist, alles schlechter zu reden als es ist, sich dann schön von anderen bedauern zu lassen und vor lauter Traurigkeit gelähmt zu sein für Neues.

    Und Bremen mit Griechenland zu vergleichen, dazu fehlen einem die Worte. Für so eine Wortwahl dürfen Sie sich wirklich schämen!

  • 06.10.2012, 12:44 UhrWegweiser

    Einige Bundesländer profitieren von ihren Pendlern, da ihnen deren erzielte Steuer am Wohnsitz gutgeschrieben werden. Darunter leiden besonders Berlin, Hamburg und auch Bremen. Hier müsste es also einen neuen Verteilungsschlüssel geben. In diesen Stadtstaaten arbeiten sehr viele Pendler aus den anderen Bundesländern, die dort aber keinen Wohnsitz haben.

    Generell aber müsste der gesamte horizontale und vertikale Finanzausgleich neu gestaltet werden, insbesondere im Bereich der strukturellen Entwicklungssubventionshilfen, der Zuweisung von Bundesergänzungshilfen und auch bei der Aufgabenzuweisungen innerhalb der Bundesrepublik.

    Weiterhin muss man die wegfallenden Aufwertungsgewinne einer eigenen Währung berücksichtigen, die die realen Einkommensentwicklungen stark negativ beeinflusst haben und somit auch das potentielle Steueraufkommen. (siehe nationale Leistungsbilanzsalden, keine Auf- und Abwertungen, ökonomische Ungleichgewichte, Agenda 2010, H 4).

    Spätestens mit der ökonomischen Vereinigung beider deutscher Staaten hätte das gesamte Einkommens- und Abgabenrecht neu gestaltet werden müssen, auch die gesamten Sozialversicherungssysteme hätten zu diesem Zeitpunkt eine wesentlich breite Bemessungsgrundlage (alle Einkommensarten) zugewiesen werden müssen. Dies jedoch wollte man wohl aus machtpolitischen Gründen vermeiden, damit man unliebsame öffentliche Diskussionen vermeiden konnte.

    • 06.10.2012, 16:23 UhrTunt

      "Einige Bundesländer profitieren von ihren Pendlern, da ihnen deren erzielte Steuer am Wohnsitz gutgeschrieben werden. Darunter leiden besonders Berlin, Hamburg und auch Bremen."

      Das stimmt, aber andererseits gibt es das Stadtstaaten-Privileg: Deren Einwohner zählen im Länderfinanzausgleich 130%, d.h. ihnen werden 30% mehr Ausgaben pro Einwohner als Bedarf zugestanden. Sie erhalten entsprechend höhere Zahlungen (Berlin, Bremen) oder müssen weniger leisten (Hamburg).

      Besser wäre es, das Stadtstaaten-Privileg zu streichen und die Lohnsteuer teils nach Wohnsitz und teils nach Betriebssitz zu zerlegen (statt nur nach Wohnsitz).

    • 07.10.2012, 10:07 UhrWegweiser

      Stimmt. Um eine Neuordnung der Bundesländer kommen wir wohl sowieso nicht herum, Hessen, RP und Saarland zu einem neuen Bundesland, Niedersachsen, Bremen, HH und SH zu einem neuen, MacPom, Brandenburg, Berlin zu einem, Sachsen, S-A, TH zu einem.

      Jedes dieser neuen Länder hätte die gleiche Stimmengewichtung wie Bayern, NRW, BaWü. Auch im Hinblick auf die demographische Entwicklung wäre dies geboten.

      Aber alles fällt leider mit der Entwicklung zur Eurorettung. Uns entgehen ja alle Aufwertungsgewinne, unsere erzielten Leistungsbilanzüberschüsse dienen ausschließlich dem Erhalt dieser Eurozone. Hinzu kommen jetzt noch die Inflationierung und die Haftungsrisiken.

    • 03.02.2013, 19:14 UhrBeamtenprivilegiert

      Bundesländer zusammenlegen? Total schlau! Am bestenvon S-H bis Bayern und von NRW nach Sachsen ein Land. Das klappt in Frankreich doch auch so prima :Sarkasmus off:

  • 06.10.2012, 16:29 Uhrallesverloren

    Es wäre für unsere Bundestagsabgeordneten sicherlich sinnvoller, einer Haftungsunion mit den Bundesländern zuzustimmen, als mit den europäischen Staaten.

    Das Kaputtsparen hat in Deutschland mittlerweile eine schon unselige Tradition (Kitas, Bildung, Forschung, Infrastruktur: alles unterfinanziert). Während man für Süd-Europa und für die Banken jeden Unsinn als Argument durchgehen lässt, spart man sich in den Bundesländern die Seele aus dem Laib.

    Viele Bundesländer und fast ein Drittel alle Kommunen in Deutschland sind für ewig pleite. Das geht jeden unmittelbar was an. Die Wähler sollten Druck machen, damit sich da endlich was tut.

    Auch die Lokalpolitiker sollten was tun. Nämlich Bankrott anmelden und alle Zahlungen einstellen. Das hilft dem Geist auf die Sprünge.

  • 07.10.2012, 01:19 UhrLea

    Das Beispiel Bremen zeigt doch, dass wir es uns überhaupt nicht leisten können, noch die halbe EU mitzufinanzieren. Auch in Frankfurt/Main sieht es nicht so toll aus. Erkennen kann man das auch ganz einfach an den Löchern in den Straßen.

    Wenn ein Staat pleite geht, geht natürlich nicht der Staat pleite - sondern seine Bürger.

    Das wird uns auch geschehen, dank der "alternativlosen" Rettungspolitik der Regierung. Kommt aber Rot/Grün bei den nächsten Wahlen an die Macht, wird es noch schlimmer werden.

    Googeln Sie alle mal Wahlalternative 2013!

  • 07.10.2012, 18:21 Uhrshadowdancer

    Das Bundesland Bremen gehört abgeschafft !
    Ansonsten müßten auch 30 andere Städte Stimmen im Bundesrat erhalten

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