Hubertus Heil: Ein überraschendes Comeback als SPD-Manager

Hubertus Heil: Ein überraschendes Comeback als SPD-Manager

, aktualisiert 30. Mai 2017, 16:54 Uhr
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Der ehemalige SPD-Generalsekretär leitete bereits in der Vergangenheit die Parteizentrale.

Quelle:Handelsblatt Online

Hubertus Heil will SPD-Chef Martin Schulz im Wahlkampf unterstützen. Bereits ab 2005 managte Heil über vier Jahre die Parteizentrale, war jedoch auch an der schwerste Niederlage eines SPD-Kanzlerkandidaten beteiligt.

BerlinAls SPD-Generalsekretär in der großen Koalition kennt sich Hubertus Heil aus. Von November 2005 an managte er vier Jahre lang die Parteizentrale, während die Sozialdemokraten Juniorpartner in der ersten Regierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) waren. Am Ende seiner Amtszeit stand freilich die schwerste Niederlage eines SPD-Kanzlerkandidaten. Mit 23 Prozent erlitt der damalige Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier ein historisches Debakel.

Das soll Heil nun nicht noch einmal passieren, wenn er Parteichef und Merkel-Herausforderer Martin Schulz im Willy-Brandt-Haus unterstützt. Nach seinem Rücktritt als SPD-General 2009 - nur wenige Tage nach der Wahlniederlage – hat er auch die Mühen der parlamentarischen Ebene nicht gescheut. Der 44-jährige studierte Politikwissenschaftler tat es ohne Frust, mit Freundlichkeit und Fleiß - und mit mancher Spitze gegen den Koalitionspartner CDU/CSU und Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.

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Denn als SPD-Fraktionsvize war Heil neben der Wirtschaftspolitik vor allem für Bildung/Forschung zuständig. Er schnürte dabei mit der Union ein Milliarden-Programm für die Wissenschaft - positionierte sich aber auch klar gegen das von CDU und CSU befürwortete „Kooperationsverbot“, das den Bund aus der Schulpolitik weitgehend heraushält.

Daneben gilt Heil auch als Politiker, der die eigene Karriere fest im Auge hat. Der am 3. November 1972 geborene Hildesheimer gehört der Partei schon seit 1988 an – er trat damals ein „aus Empörung über die unsoziale Bildungspolitik der CDU in meiner Heimat Niedersachsen“. Zehn Jahre später saß er als einer der Jüngsten im Bundestag – damals begann die siebenjährige Kanzlerschaft des Niedersachsen Gerhard Schröder mit Rot-Grün. Das Mandat als direkt gewählter Abgeordneter für den Wahlkreis Gifhorn/Peine verteidigte er bis heute.

Heil ist Gründungsmitglied der reformorientiert-pragmatischen SPD-„Netzwerker“ und beratendes Mitglied der Grundwertekommission seiner Partei. Als Vater zweier kleiner Kinder und Mitglied zahlreicher politischer Institutionen – sowie des VfB Peine - war ihm schon vor seinem Comeback als SPD-Generalsekretär nicht langweilig.

Quelle:  Handelsblatt Online
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