#IchBinDresden: Foto-Aktion gegen Pegida findet großen Zuspruch im Netz

#IchBinDresden: Foto-Aktion gegen Pegida findet großen Zuspruch im Netz

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Transparente, die den Schriftzug "welt-offenes Dresden" bilden, hängen an der Fassade der Semperoper.

Eine Foto-Aktion gegen Pegida im Internet findet großen Anklang. Beteiligt haben sich Prominente, Politiker und Bürger.

Die Organisatoren der Internetaktion #IchBinDresden sind nach eigenen Worten „überwältigt“ von dem Rückhalt, den ihr Protest gegen das islam- und fremdenfeindliche Pegida-Bündnis im Netz erfährt. „Wir richten uns an die Dresdner Bürger, dass sie mal die Möglichkeit haben, per Internet zu sagen, was sie von Pegida halten und wie sie zu Weltoffenheit und Toleranz stehen“, sagte Initiator Hubertus Grass vom Bündnis für ein offenes und tolerantes Dresden.

Sowohl bei Twitter als auch auf Facebook und Instagram gebe es unter dem Hashtag #IchBinDresden viele mitfühlende und humorvolle Foto-Aktionen von Prominenten, Politikern, Kulturschaffenden und Bürgern. „Wir hatten nicht so eine riesige Resonanz erwartet“, sagte Grass. Es habe „sehr beeindruckende Bilder, sehr beeindruckende Statements“ gegeben.

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Das Vokabular von Pegida

  • Lügenpresse

    Bereits zu Beginn des 20. Jahrhundert geläufig, erlebte das Wort um 1940 eine Renaissance. Dahinter standen laut GfdS immer völkische und nationalistische Anliegen, die die staatlich gelenkte „Lügenpresse“ angeblich zu verschleiern versuchte. Aus Sicht der Protestierenden herrscht auch heute keine wirkliche Meinungsvielfalt oder Meinungsfreiheit. Aus ihrer Sicht bestimmen vielmehr Regierung oder System darüber, was veröffentlicht werden darf.

  • Volksverräter

    Der Volksverrat findet sich als Straftatbestand erstmals im Nationalsozialismus. Der heutige Gebrauch von „Volksverräter“ zielt nach Angaben der Gesellschaft darauf ab, die gewählten Volksvertreter eben als Verräter an „ihrem“ (sprich: dem deutschen) Volk zu bezeichnen. Vor der Zeit des Nationalsozialismus habe es den Straftatbestand des Hoch- und Landesverrats gegeben. Erst mit dem Wort Volksverrat habe die Straftat aber einen klaren Bezug zur Nationalität erhalten, da mit den bis dahin üblichen Bezeichnungen nicht auf eine völkische oder ethnische Zugehörigkeit Bezug genommen wurde.

  • Abendland

    Laut Wörterbuch Grimm ist die Bedeutung „westlich gelegenes Land“, zunächst also rein geografisch und ohne Bezug zu einer bestimmten Nation, Kultur oder Religion. Ideologisch besetzt ist das Wort jedoch nach Angaben der Sprachforscher durch das Hauptwerk des Geschichtsphilosophen Oswald Spengler „Der Untergang des Abendlandes“, das klare antidemokratische Züge aufweist. Spengler sah die abendländische Kultur im Untergang begriffen und hielt die freiheitliche Demokratie für ein (unausweichliches) Stadium zum Niedergang.

  • Überfremdung

    Im Duden bereits 1929 verzeichnet, 1993 Unwort des Jahres. Auch hier gibt es laut GfdS einen klaren Bezug zur Sprache des Nationalsozialismus. So sprach Joseph Goebbels 1933 von „Überfremdung des deutschen Geisteslebens durch das Judentum“. Heutzutage seien eher andere Gruppen gemeint, das Wort habe sich hartnäckig gehalten.

  • Wir sind das Volk

    Ruf bei den Montagsdemonstrationen in der DDR, später abgewandelt zu „Wir sind ein Volk“ - im Hinblick auf die Wiedervereinigung nach dem Mauerfall. Heute von Pegida aufgenommen - genau wie die Tradition der Montagsdemos - zur Abgrenzung gegenüber Zuwanderern, vor allem solchen muslimischen Glaubens.

Vor dem Hintergrund des ersten Jahrestages des Pegida-Bündnisses am 19. Oktober beteiligte sich unter anderem Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) an der Aktion und posierte auf einem Foto mit dem Motto „Ich bin Dresdner! Ich gehe nicht zu Pegida“. Auch Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) der Rektor der TU-Dresden sowie der Intendant der Dresdner Musikfestspiele machten mit.

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