ifo-Chef Hans-Werner Sinn: Mindestlohn behindert Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt

exklusivifo-Chef Hans-Werner Sinn: Mindestlohn behindert Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt

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Ein Flüchtling arbeitet in einer Lernwerkstatt.

von Konrad Fischer und Bert Losse

Der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro erschwert nach Ansicht von ifo-Präsident Hans-Werner Sinn die Integration der Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt.

„Um die neuen Arbeitskräfte in den regulären Arbeitsmarkt zu integrieren, wird man den gesetzlichen Mindestlohn senken müssen, denn mehr Beschäftigung für gering Qualifizierte gibt es unter sonst gleichen Bedingungen nur zu niedrigerem Lohn“, schreibt Sinn in einem Beitrag für die WirtschaftsWoche.

Was Flüchtlinge dürfen

  • Betriebliche Ausbildung

    Wer eine sogenannte Aufenthaltsgestattung bekommt, darf nach drei Monaten in Deutschland eine betriebliche Ausbildung beginnen. Wer geduldet ist, kann vom ersten Tag an eine Ausbildung machen. In beiden Fällen ist jedoch eine Erlaubnis durch die Ausländerbehörde nötig.

  • Praktika

    Gleiches gilt für Praktika oder den Bundesfreiwilligendienst beziehungsweise ein freiwilliges, soziales Jahr: Personen mit Aufenthaltsgestattung können nach drei Monaten ohne Zustimmung der ZAV damit beginnen, wer den Status „geduldet“ hat, darf das ab dem ersten Tag.

  • Hochqualifizierte

    Wer studiert hat und eine Aufenthaltsgestattung besitzt, darf ohne Zustimmung der ZAV nach drei Monaten eine dem Abschluss entsprechende Beschäftigung aufnehmen, wenn sie einen anerkannten oder vergleichbaren ausländischen Hochschulabschluss besitzen und mindestens 47.600 Euro brutto im Jahr verdienen werden oder einen deutschen Hochschulabschluss besitzen (unabhängig vom Einkommen).
    Personen mit Duldung können dasselbe bereits ab dem ersten Tag des Aufenthalts.

  • Nach vier Jahren Aufenthalt

    Personen mit Aufenthaltsgestattung können nach vierjährigem Aufenthalt jede Beschäftigung ohne Zustimmung der ZAV aufnehmen.

Viele Zuwanderer wiesen wegen der Sprachprobleme und der eher schlechten Ausbildung vorläufig nur eine geringe Produktivität auf.

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„Die Menschen, die kommen, sind jung und arbeitswillig, aber im Durchschnitt nur wenig gebildet. Daher ist die Bedeutung, die die Zuwanderer für die deutsche Wirtschaft haben, nicht vergleichbar mit der Rolle der Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg, die dank ihres Könnens damals ganz erheblich zum wirtschaftlichen Aufstieg Deutschlands beitrugen“, urteilt Sinn. Gelinge es nicht, die Zuwanderer in den Arbeitsmarkt zu integrieren, würde dies „die Idee von der Willkommenskultur unterhöhlen und gefährliche Friktionen in der Gesellschaft entstehen lassen“.

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9 Kommentare zu ifo-Chef Hans-Werner Sinn: Mindestlohn behindert Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt

  • Solche Argumente lassen die Gutmenschen der schlechtesten Bundesregierung aller Zeiten völlig kalt. Ökonomischer Sachverstand ist bei Merkel die ihren nicht vorhanden.

  • Da weiss man, wo der Weg hingeht. Laola der Spassgesellschaft - ein neuer moralischer und geistiger Tiefpunkt der gescheiterten Spassgesellschaft. Dieser Unsinn wird vielen Menschen, auch Unschuldigen, in Deuzschland nochmals sehr schmerzen. Die permanenten Vertragsbrüche in Europa werden nicht ungesühnt bleiben.

  • Rein theoretisch mag Herr Sinn ja Recht haben. Das wird aber in wenigen Jahren das geringere Problem in Deutschland und (hell-)Europa sein. Bei der jetzt eingesetzten Völkerwanderung wird sich unser ganzes öffentliche Leben ändern, nicht nur ein paar Arbeitslose mehr geben. Die Menschen, die jetzt zu uns kommen, nehmen ihre Probleme aus den Herkunftsländern mit. In Zukunft werden es unsere Probleme sein und wir werden nicht darauf vorbereitet sein, ebenso wenig, wie auf die jetzige Invasion.

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