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exklusiv ifo-Umfrage: Hartz-Reformen sichern Jobs in der Krise

von Konrad Fischer

Die vor zehn Jahren erstmals vorgestellten Hartz-Reformen haben deutsche Unternehmen krisenfest gemacht. Nur drei Prozent der Unternehmen gehen davon aus, wegen der schwächelnden Konjunktur bald Beschäftigte entlassen zu müssen.

Ford fährt wegen der brummenden Geschäfte auf seinem US-Heimmatmarkt die Produktion hoch und verkürzt auch in diesem Jahr die 14-tägigen Werksferien im Sommer. Die Fertigung in 20 Werken stehe nur eine Woche lang still, teilte der zweitgrößte US-Autobauer mit. Dadurch könnten 40.000 Fahrzeuge mehr hergestellt werden. Es gebe eine gewaltige Nachfrage vor allem nach Kleintransportern, die abgearbeitet werden müsse, sagte der zuständige Ford-Manager Jim Tetreault. Bereits 2012 fielen die Werksferien für die Ford-Arbeiter in den USA eine Woche kürzer aus. Zudem soll mit Sonderschichten die Produktion gesteigert werden. In drei Viertel der Fabriken werde in mehr als zwei Schichten gearbeitet, teilte das Unternehmen mit.

Mit diesen Maßnahmen will Ford dieses Jahr 240.000 zusätzliche Autos herstellen. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres verkaufte das Unternehmen knapp 13 Prozent mehr Autos und Pick-ups. Der gesamte US-Automarkt legte in dieser Zeit lediglich um sieben Prozent zu. Um die ehrgeizigen Ziele auch erfüllen zu können, will Ford rund 3500 Menschen zusätzlich einstellen - wenn auch vorerst nur auf Stundenbasis.

Bild: REUTERS

Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Münchener ifo-Institutes unter 630 Unternehmen in Deutschland im Auftrag der WirtschaftsWoche.

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Als Einstellungshindernis spielen arbeitsmarktpolitische Aspekte wie Kündigungsschutz (25 Prozent) oder hohe Lohnkosten (19 Prozent) im Vergleich zu anderen Faktoren wie dem Qualifikationsniveau von Bewerbern (47 Prozent) oder der Auftragslage (39 Prozent)  nur eine untergeordnete Rolle.

Die Bedeutung der Reformen für das jüngste Jobwunder belegt zudem die rege Nutzung flexibler Beschäftigungsmodelle. Mehr als die Hälfte aller Unternehmen gibt an, Minijobber (54 Prozent) oder Zeitarbeiter (60 Prozent) einzusetzen. Bei der Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur ­haben viele Unternehmen (22 Prozent) seit den Hartz-Reformen eine Verbesserung festgestellt, nur fünf Prozent berichten von einer Verschlechterung.

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