IG Metall: Forderung nach Arbeitszeitwahlrecht bekräftigt

IG Metall: Forderung nach Arbeitszeitwahlrecht bekräftigt

, aktualisiert 21. September 2017, 12:56 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Die IG Metall setzt auf eine selbstbestimmtere Arbeitszeit. So sollen Beschäftigte nach Wahl kürzer arbeiten dürfen – was allerdings mit Entgeltverlust verbunden ist. Deshalb sollen auch die Löhne kräftig steigen.

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Der IG-Metall-Bundesvorsitzende setzt sich für selbstbestimmte Arbeitszeiten ein.

FrankfurtDie Industriegewerkschaft IG Metall will in der kommenden Tarifrunde neben mehr Geld vor allem die Möglichkeit kürzerer Arbeitszeiten für die Beschäftigten durchsetzen. „Wir wollen ein Wahlrecht eröffnen für die Beschäftigten, die Arbeitszeit temporär – bis zu 24 Monate – auf bis zu 28 Stunden zu reduzieren“, sagte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann am Mittwochabend in Frankfurt mit Blick auf Forderungen aus den Bezirken der Gewerkschaft. „Es geht um die Frage der Parität, was Flexibilität angeht – das kann nicht eine Einbahnstraße sein für die Arbeitgeber.“ Ziel sei eine selbstbestimmtere Arbeitszeit, die auch zum Leben passe.

Kürzere Arbeitszeiten seien natürlich zunächst mit Entgeltverlust verbunden, sagte Hofmann. Für besonders Betroffene sollten daher Zuschüsse organisiert werden. Das gelte auch für die steigende Anzahl von Beschäftigten, die pflegebedürftige Familienangehörige hätten.

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Außerdem will die IG Metall ein kräftiges Lohnplus anstreben. „Die ersten Debatten in unseren regionalen Tarifkommissionen haben ein Forderungsvolumen rund um die 6 Prozent mal avisiert“, sagte Hofmann. „Wir haben eine Kapazitätsauslastung, die deutlich über dem Optimum liegt.“ In der Metall- und Elektrobranche gebe es die höchsten Auftragsbestände seit 2008. „Die Branche brummt, und in diesem Fall ist Lohnzurückhaltung nicht unbedingt das, was unsere Kollegen von uns erwarten“, so der Gewerkschaftschef.

Mitte November sollen die ersten Verhandlungen mit den Arbeitgebern beginnen, der derzeitige Tarifvertrag in der Metall- und Elektroindustrie läuft bis Ende des Jahres. Am 10. Oktober will der Vorstand der IG Metall eine Forderungsempfehlung beschließen, über die zwei Wochen später die Tarifkommissionen entscheiden sollen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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