Ilse Aigner: Globales Risiko

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Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU)

von Christian Ramthun

Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) über die weltweite Nahrungsmittelkrise und die Folgen der steigenden Nachfrage nach Bioenergie.

WirtschaftsWoche: Frau Aigner, wird das Essen knapp auf der Erde?

Ilse Aigner: Die Welt verbraucht zurzeit mehr Weizen und Mais, als sie produzieren kann. Zusätzlich tummeln sich Spekulanten auf den Agrarmärkten. Dies alles verstärkt den Anstieg der Nahrungsmittelpreise und stellt Millionen Menschen in vielen Entwicklungsländern vor existenzielle Probleme.

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Wie sehr betrifft das uns Europäer?

Hunger und Not sind eine unmittelbare Gefahr für die globale Stabilität und Sicherheit. Wer fast sein gesamtes Einkommen für Nahrungsmittel ausgeben muss, geht auf die Straße, wenn sich die Preise dafür verdoppeln. Wir haben eine moralische und humanitäre Verantwortung, unseren Beitrag im Kampf gegen den Hunger zu leisten.

Wir vertanken das Brot für die Welt!

Der Anbau von Nahrungsmitteln muss Vorrang haben vor Energiepflanzen. Um eine schärfere Flächennutzungskonkurrenz bei einer global steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln und Bioenergie abzufedern, sind auch Ertragssteigerungen einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Landwirtschaft unerlässlich.

Wie können wir in den betroffenen Ländern direkt helfen?

Mit Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel bin ich mir einig, dass wir die kleinbäuerliche Landwirtschaft in den dortigen Ländern künftig noch stärker unterstützen müssen, um sie produktiver zu machen. Wir haben daher den Trend, im Bundeshaushalt die Gelder in diesem Bereich zu kürzen, gestoppt und umgekehrt.

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