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Im Klimarausch : Kein Tag ohne Weltrettungs-Veranstaltung

Kolumne von Henning Krumrey

Wer sich für heiße Luft interessiert, kann derzeit tief inhalieren. Kein Tag ohne mindestens eine Veranstaltung zum Klimawandel.

Henning Krumrey, Leiter des Hauptstadtbüros der WirtschaftsWoche Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
Henning Krumrey, Leiter des Hauptstadtbüros der WirtschaftsWoche Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche

Vergangene Woche luden – unter anderen – Allianz, RWE und die Konrad-Adenauer-Stiftung ein. Davor waren schon das Forum für Zukunftsenergien und die Deutsche Bank dran.

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Je näher der Kopenhagener Klimagipfel rückt, desto hektischer reihen die Interessenvertreter Vortrag an Podiumsdiskussion. Seit Jahren schon verhandeln die Regierungsexperten. Doch nur weil die Abschlusskonferenz naht, weil Barack Obama und Angela Merkel anreisen, schaut die Öffentlichkeit genauer hin. Die Lobby macht mobil.

Die Lobby, das sind in diesem Fall nicht nur die Industrieverbände. Auch der öko-politische Komplex hat inzwischen eine ganze Phalanx von Einflüsterern in der Hauptstadt stationiert. Seit dem ersten Welt-Klimagipfel 1992 sind zig Organisationen entstanden. Und alle reden mit.

„Bei mir stehen Industrie- und Umweltverbände gleichermaßen vor der Tür“, erzählt Franzjosef Schafhausen, mit 22 Jahren Dienstzeit der wohl erfahrenste Klima- und Energieexperte im Bundesumweltministerium. Aber öffentlich haben längst die Ökos die Deutungshoheit erobert. Sie haben erhebliche Wettbewerbsvorteile bei den Medien: Sie kämpfen für das Wahre, Schöne und Gute. Für frische Luft und sauberes Wasser, intakte Wälder und gesunde Lebensmittel. Dazu müsse keine Organisation gewählt sein, sagt stolz Christoph Bals, politischer Geschäftsführer von German-watch: „Wir brauchen keine weitere Legitimation, wir legitimieren erst den Prozess.“

Hässlicher Schein

Die Umwelt- und Entwicklungsverbände wollen alle schärfere Vorschriften im In- und Ausland, wollen alle mehr Geld für die Dritte Welt. Stärkerer Einfluss des einen nützt auch der Sache des anderen. Existenzieller Konkurrenzkampf? Fehlanzeige.

Ganz anders die Industrielobby. Verbands- und Unternehmensvertreter müssen nicht nur die Belastungen für ihre Branche möglichst gering halten. Die heimischen Hersteller müssen im internationalen Wettbewerb auch besser abschneiden als die Konkurrenz. Eine CO2-Obergrenze für Autos wirkt sich auf die EU-Länder beispielsweise ganz unterschiedlich aus – je nachdem, ob der Flottenausstoß pro Hersteller herangezogen wird (was die deutschen Produzenten mit vielen Oberklassemodellen hart trifft) oder ob der CO2-Ausstoß pro PS als Maßstab diente (wovon heimische Hersteller mit ihren effizienten Motoren profitieren würden).

Und stets bleibt der hässliche Schein, es ginge dieser Lobby nur um Profit. Die Folgen für die Arbeitsplätze bleiben im Hintergrund.

13 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 08.12.2009, 03:54 UhrAnonymer Benutzer: Barbara Steffen

    Hallo Wolfgang,

    nein, ich habe absolut nichts dagegen, dass Sie meinen Kommentar weiter verwenden - im Gegenteil. Und immer mehr Menschen erheben ihre Stimme, glücklicherweise kann ich da nur sagen, weil sie die ganz offensichtlichen Lügen endlich erkennen Es gibt übrigens eine Homepage in mehreren Sprachen - auch Deutsch - auf der alle infos gesammelt werden - hier:
    http://copenhagenscandal.com/de

    Klimawandel ... das will ja gar keiner bestreiten ... nur nix von menschgemacht und das nur, damit den Leuten ein schlechtes Gewissen gemacht werden soll und damit zig 1000 Mrd. verdient werden, die einzelnen in die Tasche fließen, z.b. einem Nobelpreisträger Al Gore, den Staaten einen schönen Extrabatzen einbringt, um es den banken in den Rachen zu werfen und trotzdem das Glühbirnenverbot durchgepeischt wird und die sog. E.-Sparlampen Sondermüll sind - wie krank ist dieses System denn eigentlich. Ja es wird Zeit, dass die große Flut kommt und den Argusstall sauber putzt und ausmistet.

  • 06.12.2009, 17:20 UhrAnonymer Benutzer: Wolfgang

    Hallo Frau Steffen,

    ich habe mir erlaubt ihren beitrag den ich höckste Priorität einräume zu kopieren und bei hna.de, der Regionalzeitung in Nordhessen einzustellen. bin gespannt wie lange der dort drin stehen bleibt. im löschen unliebsamer beiträge ist die Redanktion ungeheuer schnell. ich hoffe Sie haben nichts dagegen eizuwenden.

  • 05.12.2009, 17:05 UhrAnonymer Benutzer: Wolfgang

    Klima, Klima und sonst nichts. Verdammt, haben wir keine anderen Probleme? Die Politik ist verlosgen und verkommen und die Politiker lügen, dass sich die balken bis auf den Erdmittelpunkt biegen.
    Da wäre einmal die Abholztung des Regenwaldes. Stimmt, der wird abgeholzt und das brauchte nicht zu sein. Aber wo gehen die Tropenhölzer in? Richtig, in die industriestaaten wie Deutschland u.a. EU-Staaten. Und was tun diese Staaten dagegen? Nichts, natürlich nichts. Dabei bräuchten die doch nur die Einfuhr zu verbieten und es wäre schluss mit der Abholzung. Nein, stimmt nicht, Auf die so frei gewordenen Flächen werden Ölpalmen und anderes angebaut damit damit biotreibstoff hergestellt werden kann. in indonesien ist Palmöl mittler Weile so teuer, dass es sich die Menschen kaum noch leisten können. Palmzucker ebenfals.

    An dem beispiel will ich nur die Verkommenheit der Politiker aufzeigen.

    Gester war in HR3, bei "Alle Wetter" ein Prof. Dr. - Namen habe ich vergessen - der behauptete doch allen erstes, dass, wenn das Grönlandeis abschmelze der Meeresspiegel um 7 Meter ansteigen würde. Dann muss der ja nun schon einmal 7 Meter höher gewesen sein, dann als diue Wickinger Grönland entdeckten, was die insel eisfrei und in Südnorwegen wurde Wein angebaut. Verdammt, für wie blöd halten die uns eigentlich?

    ich erinnere mich dass ebenfall ein Prof. vorausgesagt hat, dass 2013 alles vorbei sei und die Welt nicht mehr zu retten sei. Wie oft ist so was schon behautet worden und wir leben immer noch. Was haben wir alles überlebt?, das Waldsterben, bSE, Aids, Vogelgrippe und was sonst noch. Aber mit Schreckenzenarien kann man richtig schön Kohle machen, besondes dann wenn man sonst nichts kann, so wie besagte Prof. und die Klimaforscher die in der Lage sind ihre Kaffesatzleserei als Wissenschaft zu verkaufen.

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