IMK-Forscher: Weniger Arbeitslose trotz Flüchtlingen

IMK-Forscher: Weniger Arbeitslose trotz Flüchtlingen

, aktualisiert 30. März 2017, 11:18 Uhr
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„Der Aufschwung geht weiter, und er gewinnt sogar etwas an Breite“, sagt der IMK-Direktor.

Quelle:Handelsblatt Online

Das IMK-Institut rechnet damit, dass im laufenden Jahr die Zahl der Arbeitslosen um 110.000 auf 2,58 Millionen sinken wird. Auch die gesamte Konjunkturentwicklung sehen die Experten aus Düsseldorf positiv.

BerlinDer deutsche Jobmarkt steckt den Zustrom der Flüchtlinge nach Ansicht des IMK-Instituts bisher gut weg. „Obwohl mehr anerkannte Asylbewerber und andere Zuwanderer auf den Arbeitsmarkt kommen, sinkt die Arbeitslosigkeit weiter spürbar“, sagten die gewerkschaftsnahen Forscher am Donnerstag in ihrer Konjunkturprognose voraus. Im laufenden Jahr dürfte die Zahl der Arbeitslosen um 110.000 auf 2,58 Millionen im Jahresschnitt sinken. Für 2018 erwartet das IMK einen weiteren Rückgang um rund 80.000 auf etwa 2,49 Millionen. Grund für die positive Entwicklung ist demnach, dass die Wirtschaft kräftig Stellen schafft. Zudem verstärke der Staat arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, um Flüchtlinge zu qualifizieren.

Die Düsseldorfer Experten zeigten sich auch für die gesamte Konjunktur optimistisch. „Der Aufschwung geht weiter, und er gewinnt sogar etwas an Breite“, sagte IMK-Direktor Gustav Horn. Für Schwung sorgten – trotz der höheren Inflation – der private Konsum und etwas anziehende Investitionen. Als Risiken sehen die Ökonomen den Austritt Großbritanniens aus der EU und die protektionistischen Töne des neuen US-Präsidenten. „Sorgen machen uns der Brexit und die Politik von Donald Trump“, betonte Horn. „Es ist noch völlig offen, ob es bei einem Wetterleuchten bleibt, das vorüberzieht, oder ob sich da ein Gewitter nähert.“

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Seine Wachstumsprognose für 2017 erhöhte das Institut von 1,2 auf 1,3 Prozent. Im nächsten Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt um 1,8 Prozent zulegen. „Dabei bleibt die Wachstumsdynamik gleich – der niedrigere Durchschnittswert in diesem Jahr beruht darauf, dass mehr Feiertage auf einen Wochentag fallen.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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