Immobilien: Mehr Neubauten, mehr Steuervorteile, mehr Eigenheim

Immobilien: Mehr Neubauten, mehr Steuervorteile, mehr Eigenheim

von Andreas TollerQuelle:dpa, Reuters

In Deutschland werden wieder so viele Wohnungen gebaut wie seit Jahren nicht. Aber das reicht noch nicht, da sind sich Politiker und Immobilienwirtschaft einig – und fordern staatliche Mittel. Aber wofür?

Käufer und Mieter haben es in Ballungsgebieten schwer, wenn das Budget fürs Wohnen begrenzt ist. Wohnraum ist dort knapp, zugleich steigt der Bedarf durch Landflucht und Flüchtlingsstrom, und damit Mieten und Immobilienpreise.
Seit Jahren fordern Experten, Verbände und Politik daher, den Wohnungsneubau zu forcieren.

Neue Zahlen wecken zumindest Hoffnung auf allmähliche Besserung: Der Wohnungsbau in Deutschland boomt wie seit fast einem Jahrzehnt nicht mehr. Allerdings bleibt er weit hinter dem vorausgesagten Bedarf zurück. 2015 seien 247.700 Wohnungen fertiggestellt worden - ein Prozent oder 2400 Wohnungen mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. "Die 2011 begonnene positive Entwicklung setzte sich somit auch im Jahr 2015 fort" erklärten die Statistiker. "Eine höhere Zahl an fertiggestellten Wohnungen hatte es zuletzt 2006 gegeben." Damals waren es 255.600.

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Vor allem in Mehrfamilienhäusern entstanden neue Wohnungen, während weniger Ein- und Zweifamilienhäuser fertig wurden. Auch in bereits bestehenden Gebäuden wurden noch 27.525 neue Wohngelegenheiten gebaut. Das war ein Zuwachs von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bedarf steigt schnell, Angebot nur langsam

Trotzdem ist das noch immer zu wenig. Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) und die Immobilienwirtschaft gehen davon aus, dass bis 2020 jedes Jahr 350.000 bis 400.000 neue Wohnungen erforderlich sind, um den erhöhten Bedarf zu decken. Zur Förderung des Mietwohnungsbaus plant die Bundesregierung daher Vergünstigungen bei der Steuer in Milliardenhöhe. Im Bundestag kommt dieses Vorhaben jedoch nicht voran.

Hendricks will die im Bundestag auf Eis liegenden Steueranreize für den Mietwohnungsbau retten. Die SPD-Politikerin rief am Donnerstag in Berlin ihre Fraktion im Bundestag auf, die Forderung nach einer Mietobergrenze für die geförderten Wohnungen zurückzunehmen. Die Unions-Fraktion solle im Gegenzug einer Verringerung der Förderhöchst- und Kappungsgrenzen zustimmen.

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