In die Wirtschaft: Pofalla wechselt in Vorstand der Bahn

In die Wirtschaft: Pofalla wechselt in Vorstand der Bahn

Ex-Kanzleramtschef Ronald Pofalla soll nach Angaben aus dem Bahn-Aufsichtsrat als Chef-Lobbyist in den Vorstand des Staatskonzerns einziehen. Eine offizielle Stellungnahme gibt es bislang nicht.

Pofalla solle für politische Kontakte in Berlin und vor allem in Brüssel zuständig werden, sagten mit der Personalie Vertraute am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die "Saarbrücker Zeitung" (Freitagausgabe) berichtet ebenfalls vorab, für Pofalla werde ein entsprechendes Ressort neu geschaffen. Er könnte bei der nächsten Aufsichtsratssitzung im März ernannt werden. Er solle ein neu geschaffenes Ressort für die langfristige Unternehmensstrategie und Kontakte zur Politik übernehmen, berichtet die Zeitung (Freitagausgabe). Ein Sprecher des bundeseigenen Konzerns sagte dazu auf Anfrage am Donnerstag: „Zu Personalspekulationen aller Art nehmen wir keine Stellung.“ Bei der Bildung der neuen schwarz-roten Bundesregierung war überraschend Pofallas Rückzug aus der ersten Reihe der Bundespolitik bekannt geworden. Er gilt als Vertrauter von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Kanzleramtschef ist nun Ex-Umweltminister Peter Altmaier. Pofalla ist aber wieder in den Bundestag gewählt.

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Die Bahn hat seit dem Amtsantritt von Unternehmenschef Rüdiger Grube keinen Vorstand für Politik mehr. Grube wollte sich darum selbst kümmern. Vor allem lieferte sich das Unternehmen mit EU-Verkehrskommissar Siim Kallas Auseinandersetzungen. Kallas will die enge Verbindung zwischen staatlich subventioniertem Schienennetz und dem Konzern aufbrechen, um Diskriminierungen von Wettbewerbern besser verhindern zu können. Der Aufsichtsrat der Bahn soll sich den Angaben zufolge im März mit der Personalie befassen; ihm gehören auch drei Staatsekretäre der Bundesregierung an. Das Unternehmen ist vollständig in Staatsbesitz. Die von Rüdiger Grube geleitete Deutsche Bahn AG stockt ihren Vorstand mit der Entscheidung auf neun Personen auf; im letzten Jahr war das Gremium schon einmal um eine Position erweitert worden.

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Erst im November war der Staatsminister im Kanzleramt, Eckart von Klaeden (CDU), aus der Berliner Regierungszentrale in die Wirtschaft gewechselt. Der 48-Jährige ging als Leiter der Abteilung Politik und Außenbeziehungen zum Autokonzern Daimler.

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